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Ferienprogramm

Bastelhelden bei der SG

Sportgemeinschaft sorgt bei Kindern für einen abwechslungsreichen Tag

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Von der Sg
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Emily und Yana sind konzentriert bei der Sache. Sie basteln Stirnbänder und verzieren sie gerade mit bunten Federn. © Baumann

Brühl. Ohne Indianergeheul, prallen Federschmuck, Kriegsbemalung und Tomahawk in der Hand begrüßte der Vorsitzende Jürgen Odorfer am vergangenen Samstag nahezu ein Dutzend Kindern im Alter von zehn bis 14 Jahren zum Ferienprogramm auf dem idyllischen gelegenen Vereinsgelände der Sportgemeinde (SG) Brühl.

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Dort üben normalerweise von den 170 Vereinsmitgliedern 150 aktive Schützen mit Luftgewehr, Luftpistole, Kurz- oder Langwaffen beziehungsweise mit Pfeil und Bogen ihren Freizeitsport aus. Ergänzend erwähnte der zweite Vorsitzende Reinhard Baumann, mehr an die Eltern gerichtet und mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht, dass in Anlehnung an äußerst skurril geführte Debatte um die Romanfigur eines Apachenhäuptlings Winnetou dieser eben nicht beim Ferienprogramm in Lederbekleidung mit Fransen zu sehen sein wird. Darüber hinaus hätte der vereinseigene „Sensitivity Reader“ (Prüfer missverständliche Darstellungen vornehmlich in Romanen) den Verantwortlichen der Vereinsführung empfohlen, auf den Aufbau eines Tipi-Dorfes, das Entfachen eines Lagerfeuers und zudem das Aufstellen eines Marterpfahls vor dem Hintergrund, sich dem Vorwurf Stereotype zu bedienen und somit den Tatbestand einer kulturellen Aneignung möglicherweise erfüllt zu haben, vollumfänglich zu verzichten.

In seiner ebenfalls kurz gefassten Ansprache an die Kindergruppe, einschließlich zweier Mädchen aus der Ukraine, sagte zudem der Organisator des Ferienprogramms und neuer SG-Schatzmeister Eric Kornmüller: „Wir freuen uns sehr, euch heute einen tollen Ferientag bieten zu dürfen. Es war für uns von der SG eine Herzensangelegenheit, euch, die ihr durch Corona auf so vieles habt verzichten müssen, einfach ein paar abwechslungsreiche Stunden zu ermöglichen.“

Feines vom Grill

Die Kinder erwartete ein umfangreiches Programm. Mit viel Begeisterung und Einsatz wurden Pfeil und Bogen aus Haselnusssträuchern gebastelt, die selbstverständlich ausprobiert werden wollten, und einhergehend fertigten die Teilnehmenden Köcher und Pfeile. Ganz großes Geschick, motorische Fähigkeit, Kreativität und Fingerspitzengefühl zeigten die Mädchen und Jungs beim Auffädeln der Perlen für das Basteln von Armbändern, Gürteln und Stirnbändern. Die Zeit verging wie im Flug und am späten Nachmittag vor der Verabschiedung verwöhnten die Grill-Spezialisten der SG um Ingo Borgwardt und Hermann Hemmerich die jungen Gäste mit allerlei Spezialitäten einschließlich knuspriger Pommes Frittes.

Jürgen Odorfer bedankte sich bei den Kindern für ihre aktive Teilnahme und betonte, dass die Gruppe seit Jahren eine der besten war in Bezug auf die phänomenalen Bastelkünste – „großes Indianer-Ehrenwort“. Mit Herbert Semsch alias Gitarrist „James“ ließ das Helferteam dann den ereignisreichen Tag beim Helferfest mit einem überwiegend positiven Resümee ausklingen. zg

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