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Ferienprogramm - Was man aus alten Waschmittelflaschen so alles machen kann, wenn in der Jugendkunstschule die kreative Seite aus den Kindern herausgelockt wird

Da ist jetzt alles voller cooler Typen aus Gips

Von 
Volker Widdrat
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„Coole Typen aus Gips“ werden von coolen Nachwuchskünstlern gestaltet: Magdalena (hinten v. l.), Emma, Kursleiterin Andrea Tewes, Mila, Hannah, Leni (vorne v. l.), Jonathan, Emily und Sophia mit ihren Kunstwerken. © Widdrat

Brühl. Eigentlich waren witzige Menschenköpfe mit großen Augen, krummer Nase oder lachendem Mund geplant. Entstanden sind dann aber Schildkröte, Hase, Katze und Elefant. Das sind natürlich auch „coole Typen aus Gips“, so der Titel des Kurses, den die Jugendkunstschule in dieser Woche im Ferienangebot hatte. Von Dienstag bis Freitag durften sieben Mädchen und ein Junge ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

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Bei dem Workshop mit Andrea Tewes im Mehrzweckraum des Hallenbads sind wirklich tolle Kunstwerke entstanden. Emily (10) hatte zuerst gefragt, ob es bei der Gestaltung nicht auch eine Katze sein darf. Es durfte. Und bei Leni (9) wurde sogar eine ägyptische Sphinx daraus. Kurz vorher hatte sie noch einen Luchs im Sinn gehabt. Eine der jungen Künstlerinnen dachte zuerst an eine Harry-Potter-Figur, entschied sich dann aber für eine Mumie aus dem alten Ägypten. „Das Schöne an der Kunst ist doch, dass jede Idee geändert und anders umgesetzt werden kann“, meint Andrea Tewes. Die freischaffende Künstlerin hatte mindestens genauso viel Spaß wie die kreativen Kinder. Denn die wissen jetzt auch, dass leere Waschmittelflaschen nicht gleich in den Müll gehören, sondern sich daraus noch tolle Plastiken bauen lassen.

Das Material für den Kurs wurde wie immer von der Jugendkunstschule zur Verfügung gestellt und war in der Kursgebühr enthalten. Der Sockel der Skulpturen bestand aus Porenbeton. Der poröse Baustoff wurde von den Kindern zuerst auf das passende Maß zurechtgesägt. Die Waschmittelflaschen konnten anschließend mit Gipsbinden umwickelt werden. Eine matschige Angelegenheit, denn die klitschnass getränkten Mullbinden sollen sich ja richtig verbinden. Verarbeitet wurden noch weitere Materialien, etwa Hölzer oder Rinde für die Ohren oder bunte Mosaiksteine für die Augen der Tiere.

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Anschließend wurden die Kunstwerke dann mit Acrylfarbe bemalt. Dann ging es noch ans Föhnen. Die Skulpturen mussten gut abtrocknen, damit sie zum Schluss mit Klarlack überzogen werden konnten. Die „coolen Typen“ hätten eine schöne Vernissage verdient gehabt. Vielleicht gibt es ja noch eine Ausstellung. Etwa für die Hasen von Magdalena (8) und Hannah (7). Oder für die etwas unheimlich anmutende Fledermaus mit den leuchtenden Augen, die Sophia (10) in ihren Osterferien gestaltet hat. Und auch der stattlichen Schildkröte von Jonathan (6) schaut man gerne in das freundliche Gesicht.

Auf jeden Fall können die jungen Künstler ihre kreativen Skulpturen mit Stolz nach Hause tragen und ihren Freunden zeigen. In den nächsten Ferien sind weitere Kurse mit Andrea Tewes für Kinder von sechs bis 13 Jahren geplant. Im Mehrzweckraum gegenüber der Schillerschule heißt es beispielsweise im Juni: „Jeder Stein ist anders.“ Im Juli dreht sich die Kunst um „Mal mit Herz“ und im August lockt der Kurs „Delfin grüßt Kugelfisch“.

Freier Autor Volker Widdrat ist freier Mitarbeiter.

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