Eine kleine grüne Oase

Von 
Fred
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Hallo Kinder! Ich war am Wochenende am Leimbach unterwegs und da habe ich gehört, wie sich Spaziergänger darüber unterhalten haben, wie die Schrebergärten auch im Winter aussehen würden. Da habe ich ziemlich gestutzt, denn ich habe zuerst Strebergärten verstanden. Was mache ich immer, wenn ich etwas nicht verstehe? Ich frage Papa beziehungsweise Mama oder schaue in einem Buch nach. Diesmal habe ich an Mama gefragt. Und die wusste Bescheid. Der Name Schrebergarten leitet sich von Moritz Schreber, einem Leipziger Arzt und Hochschullehrer, ab. Der war zwar nicht der Erfinder des Schrebergartens, allerdings wurde zu seinen Ehren eine Spielwiese in Leipzig nach ihm benannt. Der erste Schreberverein wurde 1865 – und damit vier Jahre nach Schrebers Tod – von seinem Kollegen Ernst Innozenz Hauschild gegründet. Zusammen mit den Eltern seiner Schüler hatte er zuvor beschlossen, dass ein von ihnen neugegründeter Verein Kindern ermöglichen solle, auf der nach Schreber benannten Wiese spielen und turnen zu dürfen. Dann kam der Lehrer Heinrich Karl Gesell. Er legte auf der Wiese einige Gärten an. Diese sollten zunächst als weitere Spielareale dienen. Doch rasch fanden erst die Eltern, dann die ganze Familie Gefallen an der grünen Anlage. Aus den sogenannten Kinderbeeten am Rand des Schreberplatzes wurden richtige Familienbeete, die man später parzellierte und umzäunte. Von da an nannte man die Beete Schrebergärten. Und so fanden Laubenhütten, Kleingärten und Parzellen Freunde in ganz Deutschland. Vor über 100 Jahre entstanden dann auch die Kleingartenanlagen in Brühl.