Sportpark-Süd - Kunstrasenplatz eingeweiht / Diskussion um Folgebebauung am Schrankenbuckel Erste Etappen auf langem Weg

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ras
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Viel hat sich 2019 beim Sportpark-Süd getan: In der Mitte des Bildes sieht man die neue Beachvolleyballanlage, davor die Boule-plätze. Außerdem ist in der unteren Hälfte des Bildes auf dem dreieckigen Areal das neue Domizil des Schäferhundvereins ge-wachsen. Neu eingeweiht wurde auch der auffallend grüne Kunstrasenplatz rechts oben im Bild. © fuchs

Brühl. Dieses Großprojekt beschäftigt die Gemeindevertreter schon seit rund 18 Jahren und wird auch noch über 2020 hinaus auf der Tagesordnung stehen – der Sportpark-Süd. Im vergangenen Jahr wurden wichtige Schritte auf dem langen Weg der Umsetzung getan.

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Und das schlägt sich auch in der Finanzsituation der Gemeinde nieder, denn die Rücklage sinkt auf ein gesetzliches Mindestmaß. Um die Liqudität zu sichern, mussten 2019 sogar kurzfristige Kassenkredite aufgenommen werden. Der Grund: Bis das derzeitige Alfred-Körber-Stadion am Schrankenbuckel an einen Investor verkauft wird und somit die Gegenfinanzierung des Sportparks-Süd, wie Bürgermeister Dr. Ralf Göck immer wieder betont, gesichert ist, muss die Kommune die Zwischenfinanzierung tragen. Und das zahlt man bei diesem 3,89-Millionen-Euro-Projekt eben nicht aus der Portokasse.

Doch der Sportpark-Süd bei den Wiesenplätz nimmt immer konkretere Formen an. Zum bisher Erreichten – wie der Sporthalle – gesellte sich 2019 neben den bundesligatauglichen TV-Boulebahnen und dem TV-Beachvolleyballareal noch ein wichtiges Element hinzu. Mit der offiziellen Freigabe des Kunstrasenplatzes direkt hinter der Dönhoff-Schule wurde im September ein gewaltiger Schritt zur Verwirklichung des Sportparks-Süd getan.

Rund neun Monate hatten die Bauarbeiten für diesen Abschnitt gedauert, bis die Anlage nun von den jungen Sportlern der Realschule und der Vereine im Sturm genommen werden konnte. Knapp 1,3 Millionen Euro habe die Gemeinde die Verwirklichung dieses Schrittes gekostet, bilanzierte der Rathauschef. Dabei habe der Zuschuss aus Landestöpfen rund 120 000 Euro betragen. Eingefasst ist der Sportplatz durch ein bis zu sechs Meter hohes Gitter, damit Bälle nicht zu weit weg fliegen. Außerdem gibt es zwei Spielerkabinen und zwei Garagen, um darin Material zu lagern.

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Im Zentrum des Sportparks-Süd werden ein Kunstrasenplatz von 110 Metern Länge sowie eine Wettkampfanlage für Weit- und Hochsprung und vier Rundlauf- und sechs Kurzstreckenbahnen gebaut. Das Stadion bekommt eine Stufentribüne. Quer dazu entlang der Mauer zum TV Brühl kommt ein Naturrasenplatz.

Das ganze Sportgelände muss dafür aufgeschüttet werden, dazu wurden im vergangenen Jahr bereits etwa 6000 Kubikmeter Erde bewegt.

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Im September erteilte der Gemeinderat zudem sein Einverständnis zum Bauantrag des Fußballvereins für das Clubhaus im Sportpark-Süd. Zur Straße hin soll das rund 50 Meter lange Gebäude einstöckig wirken, zweistöckig auf der Seite der Sportanlagen. Das Vereinsgebäude mit Gaststätte soll den Planungen entsprechend mit Terrassen im Unter- und Obergeschoss ausgestattet werden.

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Viel wurde im vergangene Jahr auch auf der anderen Seite der Ketscher Straße geschafft. Dorthin soll der Schäferhundverein umziehen, um den Sportarenen Platz zu machen. Derzeit laufen die Arbeiten für das Außengelände auf Hochtouren. Die Verlagerung des Schäferhundareals soll schon im Frühjahr abgeschlossen sein.

Und bereits jetzt laufen die Diskussionen, wie das bisherige Körber-Stadion am Schrankenbuckel nach dem Umzug des Fußballvereins bebaut werden soll. Im Februar war einer ersten städtebaulichen Idee der grundsätzliche Segen des Rates erteilt worden, da meldete eine neu gegründete Bürgerinitiative Kritik an: zu massig, zu großstädtisch, zu wenig ins Ortsbild passend sei die Planung des Investors, hieß es. Seit Herbst versuchen alle Beteiligten am runden Tisch einen Kompromiss zu finden. Ob das gut gelingen kann, wird unterschiedlich bewertet. ras