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St. Michael

Gebannt vom wuchernden Zauber der Zeit

Gabriela Rudolph begeistert die katholische Frauengemeinschaft mit Liedern und Märchen

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fr
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Gabriela Rudolph nennt ihr Programm „Zauber der Zeit“ und nimmt ihre Zuhörerinnen der katholischen Frauengemeinschaft Rohr-hof mittels Liedern und Märchen mit auf eine imaginäre Reise. © Franz

Brühl. „Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück. Es kommt nicht darauf an wie lang es ist, sondern wie bunt“. Dieser Satz von Seneca aus der Programmankündigung von Gabriela Rudolph beschreibt am ehesten den Nachmittag bei der katholischen Frauengemeinschaft Rohrhof (KFD) mit der Liedermacherin aus Mannheim.

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Es war ein ganz besonderer Start in den Herbst, zu dem Vorsitzende Elsbeth Franz zahlreiche Gäste im Kindergartensaal von St. Michael begrüßte. Rudolph nennt ihr Programm „Zauber der Zeit“ und hatte zahlreiche Lieder und Märchen dazu mitgebracht. Sie nahm die Frauen dabei mit auf eine imaginäre Urlaubsreise „ich wünschte, es wäre mal wieder so schön“, ermunterte alle, auf die eigene Stärke zu bauen und Neues zu wagen, auch mal ein Risiko einzugehen oder die Schale des Lebens jeden Tag neu zu füllen mit den Gaben, die vorhanden sind – Neugier, Humor und Geduld.

Ihr Lied zur Pandemie entstand aus dem Gedanken, dass die Menschen sich schon lange genug in der Endlosschleife „und täglich grüßt das Murmeltier“ befänden und nur mit „Nachsicht, Rücksicht, Umsicht, Vorsicht und Zuversicht“ in den gewohnten Alltag zurückfinden würden.

Sonnenschein im Blut

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zg
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Die Liedermacherin verarbeitete die Botschaft des Märchens vom unglücklichen König auf der Suche nach dem Glück in seinem Reich in dem Lied „Hab den Sonnenschein im Blut, dann kommt das Glück auch zu dir“. Sie ermunterte dazu, einfach mal ein Glückspilz zu sein, die Welt als Optimist zu sehen und den Tag mit einem Lächeln zu beginnen.

Für den nur zögerlichen Reformwillen der katholischen Kirche hatte sie kritische Worte mitgebracht und mit dem Lied „Dennoch“ eine Lanze für die aktive Beteiligung der Frauen in kirchlichen Ämtern gebrochen. Das „Du bist die Heimat für mich“ war eine Liebeserklärung an den Partner. „Nur bei dir bin ich wirklich daheim, nur bei dir kann ich selber sein, beschützt vom kleinen Zeh bis zum Haar“. Gänsehautmoment für die Damen.

Lebensweisheit und Tiefgang

Es waren Lieder voller Lebensweisheiten und Tiefgang, die durch die flotten Melodien und die sympathische Sängerin „leicht verdaulich“ verpackt waren. Gemeinschaft pflegen, rücksichtsvolles Miteinander, jeden Tag mit all seinen Facetten genießen, Neues wagen, das Leben bunt machen – das war die Kernaussage an diesem Nachmittag.

Die gemütliche Kaffeepause mit regem Austausch unter den Gästen rundete die Veranstaltung ab. Nach dem gemeinsam gesungenen Refrain „Ding, dong, so long“ dankte Franz der Liedermacherin im Namen aller und übergab ihr eine Spende der anwesenden Frauen an das Hilfsprojekt der KFD, „Frauen in Not“. fr

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