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Ukraine-Spenden

Gemeinde Brühl und Organisation unterstützen Opfer des Ukraine-Krieges

Die vom Jurastudenten Sean Ireland direkt nach Beginn der Corona-Pandemie über soziale Medien gegründete Gemeinschaft „Helfen in Brühl und Umgebung“ arbeitet in vielen karitativen Aktionen mit der Gemeinde Brühl zusammen.

Von 
Henrik Feth
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Die Feuerwehrmänner Lukas Wolz und Florian Hettler, Sergij von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft, Sean Ireland und Lukas Roos am Umschlagsplatz in Ladenburg, wo die Gruppe „Helfen in Brühl und Umgebung“ Hilfsgüter auf Lastwagen umladen. © Selvia Ireland

Brühl. Während der Krieg seit schon fast zwei Monaten in der Ukraine tobt, Familien auseinanderreißt und Städte zerstört, nimmt grenzübergreifend die Anteilnahme und Hilfsbereitschaft für die Opfer und Flüchtlinge zu. In Zeiten schwerster Not bedarf es immer der Nächstenliebe, wie am Beispiel der Gruppe „Helfen in Brühl und Umgebung“ vorbildhaft aufgezeigt wird.

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Die vom Jurastudenten Sean Ireland direkt nach Beginn der Corona-Pandemie über soziale Medien gegründete Gemeinschaft arbeitet in vielen karitativen Aktionen mit der Gemeinde Brühl zusammen. In den vergangenen beiden Jahren unterstützten die Helfer im starken Verbund mit Bürgermeister Dr. Ralf Göck und seinem Team durch Covid in Not geratene Bürger in Form von Einkäufen, Alltagshilfen oder Spenden von Sachgegenständen.

Die Freiwilligen beim Verladen von Paletten. Fast jeden Tag fährt ein Lastwagen mit 40 Tonnen Hilfsgütern Richtung Osten. © Ireland

Bei der momentanen Lage ist humanitäre Arbeit mehr denn je gefragt, Kriegsflüchtlinge erreichen Deutschland mittellos und ohne jegliche Hoffnung. Auch in Brühl sind inzwischen 58 ukrainische Hilfsbedürftige untergebracht, ein Großteil davon in privaten Unterkünften. Ein Zeichen für Solidarität, das nicht nur von der Gemeinde, sondern auch von deren Bürgern gesetzt wird.

Spenden gehen bis ins Grenzgebiet

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Doch nicht nur die in Brühl ankommenden Menschen erhalten Unterstützung, denn seit Anfang März sammelt „Helfen in Brühl und Umgebung“ gemeinsam mit dem Rathaus Hilfsgüter, die direkt nach Heidelberg zur Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft weitergeleitet werden und von dort in das polnische Grenzgebiet zu den Ankunftsstellen gebracht werden. Seither herrscht eine überwältigende Spendenbereitschaft, die in ihrem Ausmaß sogar die fleißigen Helfer und ihre Kapazitäten teilweise stark herausforderte.

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Den Ehrenamtlichen gelang es schnell, die Situation in den Griff zu bekommen und ein Angebot zu schaffen, das nicht nur die Logistik entlastet, sondern auch für die Spender ein höheres Maß an Flexibilität garantiert.

Vor dem überdachten Seiteneingang am Brühler Rathaus stehen rund um die Uhr mehrere Paletten für die Abgabe von Sachspenden bereit, so muss sich niemand an abgegrenzte Uhrzeiten oder bestimmte Tage richten, um seinen Beitrag für die ukrainischen Menschen zu leisten. Die Güter werden dann in mehreren Touren weitergeleitet, wobei die Helfer, das Rathausteam und Bürgermeister Göck selbst aktiv beim Umladen und Sortieren der Spenden zur Hand gehen. Um sicher zu sein, dass die Spenden auch ihr gewünschtes Ziel finden, reisen Gruppenmitglieder immer wieder mit in das Grenzgebiet und helfen bei deren Verteilung.

„Ich habe den größten Respekt vor Sean Ireland und seinen Gruppenmitgliedern. Sie zeigen ein hohes Maß an Engagement und haben sich auch nicht von anfänglichen Schwierigkeiten unterkriegen lassen“, lobt Gemeindeoberhaupt Göck das Team von „Helfen in Brühl und Umgebung“. Täglich fährt mindestens ein Lastwagen mit 40 Tonnen dringend benötigter Waren wie Hygieneartikel, Decken oder Verbandsmaterial Richtung Osten in das Krisengebiet.

Die Organisation besteht aus Helfern sämtlicher Altersklassen und erfährt zusätzlich große Unterstützung von ansässigen Unternehmen, die den Flüchtlingen ebenfalls mit Sachspenden unter die Arme greifen. Auch mit drei Lehranstalten der Umgebung kooperiert Irelands Team: Die Brühler Realschule sowie die Carl-Theodor- und die Erhart-Schott-Schule aus Schwetzingen tragen mit Hilfsaktionen zum Erfolg der Gruppe bei.

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Gründer will Lager ausweiten

Initiator Sean Ireland ist stolz auf die überwältigende Anteilnahme und will die Hilfe weiterhin mit aller Kraft vorantreiben: „Wir setzen unsere Arbeit so lange wie benötigt fort. Die Menschen der Ukraine brauchen uns. Es ist einfach überragend, dass so viele Menschen spenden und sich einsetzen. Auch die Flüchtlinge selbst gehen uns aktiv zur Hand. Ein großer Dank auch an die Feuerwehr Brühl, die uns vor allem in Sachen Transport mit Rat und Tat zur Seite steht.“

Neben dem Spendenlager in Ladenburg soll nun ein weiteres in Rohrhof-Süd folgen, um die großen Massen an Hilfsgütern logistisch bewältigen zu können. Für dieses Vorhaben baut Ireland auf die Kräfte des Zusammenhalts und der Solidarität der Bürger, um die nötigen Spendengelder zu sammeln. Die Gruppe steht auch immer für freiwillige Helfer zur Verfügung.

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