Kollerfähre - Bürgermeister erwartet positiven Bescheid zum Weiterbetrieb ohne kommunale Zahlung Göck: Mit einer Brücke zu vergleichen

Von 
Ralf Strauch
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Brühl. Die Diskussion um die Kollerfähre beschäftigte die Mitglieder des Gemeinderates im Anfrageteil der jüngsten Sitzung. Pascal Wasow (SPD) informierte darüber, dass die Onlinepetition zum Erhalt der Kollerfähre in Kürze auslaufe. „3500 Menschen aus der gesamten Metropolregion und darüber hinaus haben sie bereits unterzeichnet“, bilanzierte er und rief dazu auf, die Zahl noch weiter zu erhöhen.

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Bürgermeister Dr. Ralf Göck nutzte die Gelegenheit, seine Einschätzung vorzubringen, dass er für den Erhalt der Fähre und deren Finanzierung durch das Land bald eine positive Aussage erwarte. „Es besteht weitgehend Einigkeit, dass die Kollerfähre Teil einer Landesstraße im überregionalen Netzwerk ist und keine innerörtliche Verbindung der beiden Brühler Gemarkungsteile“, betonte er. Auch wenn sie im Winter nicht verkehre, sei sie mit einer Brücke vergleichbar.

Da die Nutzer der Fähre, anders als die von Brücken, ihre Gebühren für die Überfahrt entrichteten, sei nicht nachvollziehbar, wieso Kreis oder Kommune noch zusätzlich dafür zahlen müssten, so der Verwaltungschef. Er sei sich sicher, dass die Politik bald entscheide, dass die Kollerfähre weiterhin auch ohne einen Euro aus der Gemeindekasse weiterpendeln werde.

Göck sprach sich sogar dafür aus, für die Wirtschaftlichkeit die Fährzeiten noch auszuweiten. „Das wäre ein gutes Zeichen für die Bürger, dass hier etwas verbessert wird“, so Göck, „dafür müssen wir uns verstärkt einsetzen“. Wolfram Gothe (CDU) brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass endlich auch dauerhaft entschieden werde und nicht Jahr für Jahr diskutiert werden müsse. ras

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