Rheinimpression - Das Bootshaus des Wassersportvereins Idyllischer Fleck am Fluss

Von 
ras
Lesedauer: 

Brühl. Bei herrlichem Winterwetter war unsere Leserin Ruth Kyburz aus Neulußheim auf der Ketscher Rheininsel unterwegs. Dabei entdeckte sie beim Zusammenfluss des Altrheinarms mit dem Strom auf Rheinkilometer 409 diesen stimmungsvollen Ausblick auf das Brühler Ufer mit dem Bootshaus des Wassersportvereins.

So begeistert das Brühler Bootshaus unsere Leserin Ruth Kyburz während ihres Win-terspaziergangs über die Ketscher Rheininsel auf dem anderen Ufer. © Kyburz
AdUnit urban-intext1

Entstanden ist dieser Zusammenfluss durch die Rheinbegradigung, die in Deutschland zwischen 1817 und 1882 durchgeführt wurde. Die Ketscher Rheininsel entstand 1829, als am Kühkopf ein schmaler Abkürzungskanal gegraben wurde. Weil es zu dieser Zeit noch kein schweres Gerät wie Bagger gab und Erdreich nur mit Schaufeln, Schubkarren und Pferdefuhrwerken bewegt werden konnte, war man bemüht, möglichst wenig Erde zu bewegen. Man grub also kein komplettes neues Flussbett, sondern nur kleine Kanäle als Abkürzungen durch die Schleifen. Diese Kanäle hatten eine Breite in der Größenordnung von rund zehn bis 25 Metern.

Während der Bauarbeiten ließ man am oberen Ende noch einen kleinen Damm übrig, damit die Arbeiter weitgehend im Trockenen schaufeln konnten. Dieser Damm wurde entfernt, womit der Kanal geflutet wurde und das Wasser eine Abkürzung fand. Die übrige Arbeit zur Verbreiterung übernahm der Fluss selbst. Heute nimmt der Fluss nur noch diese Abkürzung, durch die inzwischen ziemlich weit vollständig verlandete Schleife um die Ketscher Rheininsel fließt nur noch ein kleiner Teil des Wassers.

Und auch das Bootshaus auf der Brühler Seite des Altrheins hat eine lange Vergangenheit, denn 1933 wurde von einigen jungen wassersportbegeisterten Männern der Verein im damaligen Gasthaus „Zum Hirsch“ aus der Taufe gehoben. Wenig später wurde der Bau des Bootshauses genehmigt, im Sommer 1934 erfolgte der erste Spatenstich. 1952 wurde das Bootshaus erweitert, 1966 die auf dem Bild gut erkennbare Treppenanlage zum Altrhein gebaut. ras