Sportpark-Süd - Dem neuen FVB-Stadion wird der Boden bereitet / Straße zwischen Brühl und Ketsch halbseitig gesperrt / Baubeginn beim künftigen Clubhaus Insgesamt werden 12 000 Kubikmeter Erde bewegt

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Volker Widdrat
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Die Baustelle vom Gelände des TVB aus gesehen. Die Mauer im Vordergrund bildet die Grenze und gleichzeitig zeigt sie, wie hoch der Platz aufgeschüttet wird. © Widdrat

Brühl. Auf dem Areal zwischen der ehemaligen Geothermie-Baustelle und der neuen Gemeindesporthalle beim Turnverein (TVB) gehen die Arbeiten für den Sportpark-Süd weiter. Das Gelände gegenüber der Marion-Dönhoff-Realschule und der Schulsporthalle entwickelt sich gerade zu einer Großbaustelle. Bagger, Raupen, Walzen und Schlepper fahren ständig hin und her.

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Anfang Februar liefen die Erdarbeiten für das neue Stadion und den Trainingsplatz für den Fußballverein (FVB) an. Rund 12 000 Kubikmeter Erdaushub, unter anderem vom Gelände der ehemaligen Gärtnerei Schmerse auf der gegenüberliegenden Seite der Ketscher Straße, waren zuvor auf dem ehemaligen Geothermie-Areal zwischengelagert worden. Von dort werden die Erdmassen nun per Schlepperanhänger zur zentralen Sportanlage transportiert.

Vor eineinhalb Jahren waren die Rohre für die Fernwärmeversorgung der MVV in den alten Rasenplatz verlegt worden. Die Leitungen sind inzwischen an die Realschule, die Gemeindesporthalle und den TVB angeschlossen. Im Zentrum des Sportparks-Süd liegen künftig ein Naturrasen-Fußballplatz von 110 Metern Länge inklusive einer Wettkampfanlage für Weit- und Hochsprung sowie vier Rundlauf- und sechs Kurzstreckenbahnen. Das neue Stadion erhält eine Stufentribüne. Entlang der Mauer zum TV Brühl entsteht zudem ein Trainingsplatz mit Naturrasen.

Die neue Gemeindesporthalle beim TVB war vor Corona schon intensiv genutzt worden. Und auch der Kunstrasenplatz an der Dönhoff-Realschule wird außerhalb der Pandemie schon länger von Schulen und Vereinen bespielt. Zwei Bauvorhaben für den Sportpark-Süd sind bereits in trockenen Tüchern, erläuterte der stellvertretende Bauamtsleiter Dirk Vehrenkamp bei einer Baustellenbegehung mit unserer Zeitung. Der Technik- und Jugendpavillon war das erste Gebäude auf dem neuen Clubareal des FVB. Der Neubau beherbergt die Jugendräume und die Schaltzentrale für Platzberegnung und Flutlichtanlage. Der Anschluss an das Trinkwassernetz und der Stromanschluss fehlen aber noch. Die Kosten belaufen sich auf rund 280 000 Euro.

Verzögerte Fertigstellung

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Für die Bewässerung der Naturrasenflächen sowie des Kunstrasenplatzes steht nun ein Brunnen mit einer Tiefe von 21 Metern zur Verfügung. Die neue Sportanlage wird künftig über das bisherige Gelände des Schäferhundevereins hinausgehen, der auf die andere Seite der Ketscher Straße umziehen soll. Im Januar hatte der Gemeinderat dem Abriss des maroden Domizil dieses Vereins zugestimmt. Das neue Clubhaus für die Hundesportler ist seit November bezugsfertig. Der Neubau hatte sich wegen der Herstellung der Hundezwingeranlage verzögert.

Im Dezember hatte das Ratsgremium die Firma Becker aus Zuzenhausen mit der Herstellung der FVB-Vereinssportanlagen beauftragt. Für knapp 2,8 Millionen Euro erledigt das Unternehmen für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau nun die Erdbau- und Kanalbauarbeiten, den Bau der Rasenplätze und der Laufbahn, die Herstellung der Versorgungsstraßen, die Ausstattung der Leichtathletikanlage sowie der direkten Freianlagen um das neue Vereinsheim. Die Firma hatte bereits 2019 den Kunstrasenplatz südlich der Realschule sowie die Boule-Anlage beim TV Brühl gebaut. Das Gelände für die Rasenplätze wird derzeit so hoch mit Erde aufgeschüttet, bis es auf die Höhe der Mauer zum Beachvolleyball-Feld kommt.

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Nächste Woche richtet die Firma Kegler Bau aus Weingarten/Pfalz ihre Baustelle für den Rohbau des Clubhauses ein. Das neue Vereinsheim der Fußballer kommt direkt an die Ketscher Straße. Dazu muss ein Kran aufgebaut werden. Die Straße wird dafür halbseitig gesperrt. Bis zum Ende der Bauarbeiten gilt an dieser Stelle eine entsprechende Ampelregelung.

Fertigstellung bis Ende 2022

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Zum riesigen Baugelände gibt es zwei Zufahrten, eine für den Hochbau an der Ketscher Straße, die andere für den Tiefbau gegenüber des Parkplatzes der Realschule. Zum fertiggestellten Sportpark-Süd werden dann auch ausreichend Pkw-Stellplätze für Sportler und Besucher gehören. Die Parkplätze zwischen der Realschule und dem neuen Stadion werden verbreitert. An der Ketscher Straße werden neue Parkplätze angelegt, weitere am neuen FVB-Clubhaus. Ebenso werden auf dem ehemaligen Geothermie-Bauplatz und auf der anderen Seite beim neuen Schäferhunde-Gelände noch Stellplätze zur Verfügung stehen.

Die Bauarbeiten sollen Ende 2022 abgeschlossen sein, meint Bürgermeister Dr. Ralf Göck beim Besuch vor Ort. Bis jetzt seien schon vier Millionen Euro für das Projekt verbaut worden. Mit der Investition für die Außenanlagen dürften sich die Kosten für das Herzstück des Sportparks-Süd bei etwa 7,5 Millionen Euro einpendeln. Nach den erforderlichen Grundsatzbeschlüssen von Turn- und Fußballverein hatte der Gemeinderat im April 2011 der Verwirklichung des Sportparks zugestimmt.

Die Gemeinde hatte den Kunstrasenplatz gebaut, auf dem die Realschule und der Verein kicken. Die Errichtung des Stadions und des Clubhauses sind ein Projekt des Bauherrn FVB. Ein Ausschuss mit Karl-Heinz Knoll, Lothar Greulich, Stefan Hoffmann, Hans-Jürgen Jacobsen und Bernd Müller stehe als Ansprechpartner für die Planer und die Gemeindeverwaltung fast wöchentlich zur Verfügung, so Göck abschließend.

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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Freier Autor Volker Widdrat ist freier Mitarbeiter.