Villa Meixner - 19. Ausstellung „Dekorative Malerei“ und begleitender 15. Herbstmarkt vereinen ein riesiges Angebot Inspiration auf Schritt und Tritt

Von 
Sabine Zeuner
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Aus Naturmaterial gefertigte Hingucker für den Außenbereich begeistern beim Herbstmarkt sichtlich. © Zeuner

BRÜHL. Von der Sonne verwöhnt zeigte sich die Jugendstilvilla Meixner innen und außen bei der 19. Ausstellung „Dekorative Malerei“ und dem 15. begleitenden Herbstmarkt einmal mehr im besten Licht. Kein Wunder, dass die Besucher schon am frühen Nachmittag sehr zahlreich strömten: Ein riesiges Angebot an Kunst, Kulinarik und Aktionen war geboten.

Brühl Riesiges Angebot an Kunst, Kulinarik und Aktionen

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Die Wahl des ersten Weges fiel nicht leicht: Mit dem Duft von Linseneintopf, süßen Waffeln und frisch gepresstem Apfelsaft in der Nase, waren Augen und Ohren schnell auf die Bühne gerichtet, auf der Kinder pfiffige Lieder sangen und tanzten – gleichsam wurde aber die Neugier geweckt, in die Zimmer der Villa Meixner einzutauchen, in die Welt der Künstler. „Wir haben neue Aussteller“, bemerke Kulturmanager Jochen Ungerer; damit ist der Laufweg klar – es geht hinein ins Schauvergnügen – und nicht ohne gefüllte Papiertüten wieder hinaus.

Erster Halt ist bei Glaskünstler Hugo Böhm-Casper aus Ernstthal, der mit seinen kunterbunten Glasobjekten für Hingucker sorgt. Überm Feuer des Bunsenbrenners dreht er gerade geschickt Glasperlchen in einem kleinen Glasrohr hin und her. Im Schmelzmoment verbinden sich die bunten Bröckchen mit dem Klarglas und zeichnen ein fantasievolles Muster. Über seine Kunst weiß er vieles zu berichten auch vom Nutzen in der Medizin, etwa mit individuell angefertigten Glasaugen.

Glastiere von Frosch bis Vogel

Der Blick jedoch wandert ungebremst zu den filigranen, naturgetreuen Glastieren von Frosch bis Eisvogel, einer zerbrechlichen Blumenwiese und geschwungenen Vasen für Solitärblüten – beeindruckende Werke, für Käufer erste Inspirationen für weihnachtliche Geschenke. Im Obergeschoss fand man „Verfilztes“ von Ute Faldermann-Weiß. Mit grenzenlos erscheinender Fantasie verbindet die Mühltalerin die weiche Wolle mit Christbaumkugeln, erzeugt Melangen von Figuren und Tieren auf Lampenschirmgerippen oder lässt Affen an Lianen schwingen. Ihre rothaarigen Mädels mit kleinen Hunden in den kuschelnden Armen sind mehr als nur einen Blick wert. Traurig machte der Blick über die Kreativität von Ewa Volkert, die Anfang des Jahres einer langen Krankheit erlag. Ihren Schmuck aus erlesenen Zutaten, wie Horn und Edelsteinen, denen sie mit metallenen Akzenten ihren ganz eigenen Stil verlieh. Aus ihrem Nachlass wurden die Stücke von einer Freundin in Erinnerung an die Künstlerin, die regelmäßig die Märkte in der Brühler Villa bereicherte, ausgestellt.

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Christiane Treiber hat sich handwerklich dem Thema „Das Pferd und seine Bedeutung für den Menschen“ gewidmet. Feine textile Bilder sind entstanden, deren Werdegang sie gerne erklärt, wie auch Worte für das Pferd als Helfer findet: „Transport, Fortbewegung und bei der Bestellung der Felder und Wälder.“

Vorbei an floralen Kunstwerken, duftenden Lavendelkissen, Miniaturmalereien und Faltkunst führt der Weg wieder ins Freie. Knackiges Obst, auch in der alkoholisierten flüssigen Variante, Honig aus eigener Produktion, Gewürze vom Feinsten sowie dekorative Hinsteller aus Naturmaterialien lockten an.

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Die kleine Bühne war Blickfang für alle Familien, die mit den Kindern des Sonnenschein-Kindergartens und -horts gekommen waren. Herzig präsentierte der Nachwuchs, auch aus der Schillerschule, fantasievoll mit Accessoires ausgestaltete Lieder und Tänze. Dicht an dicht drängten sich bastelfreudige Kinder in der Remise beim Bastelprojekt der Jugendkunstschule und die Kerweborscht sangen stimmungsvoll das Ende des samstäglichen Marktes herbei, der am Sonntag in seine zweite sonnige Runde ging.

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Während es Jochen Ungerer blieb, den Erfolg des Marktes und der Ausstellung zu beschreiben, zog auch Renate Dvorak vom Förderkreis Dourtenga Bilanz: „Die Spenden für eine gute Sache, die schon sehr tolle ,Blüten’ treibt, sind bisher umfangreich in Hilfe zur Selbsthilfe geflossen.“

„Seit 1977 sind wir aktiv“, erklärte sie gerne den Interessierten, erzählte von unzähligen Schulpatenschaften, die Bildung ermöglichten, Büchern für eine Bibliothek am Gymnasium, Kindergarten- und Grundschulbauten, von Brunnen mit Solarbetrieb, Medikamentenlieferungen sowie Baumpflanzungen als kleinen Teil der vielfältigen Hilfe in Dourtenga. Der „Afrikatag“ und der aktuelle „Herbstmarkt“ spülen weitere Spenden in die guten Taten.

Info: Mehr Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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