Feuerwehr - Kommandant Marco Krupp zieht beim Familienabend Bilanz / Bislang 134 Einsätze im laufenden Jahr geleistet / Auszeichnungen für langjährige Mitglieder Karlheinz Schwab wird dreifach geehrt

Von 
Catharina Zelt
Lesedauer: 
Bürgermeister-Stellvertreterin Claudia Stauffer (v.l.) gratuliert Armin Schmitt, Tobias Kutning, Melanie Schuhmacher, André Bruns, Patrick Engel, Karlheinz Schwab, Frank Zobeley, Sebastian Mundinger, Thomas Kemptner, Christian Schwarz, Eike Seidler, Jugendwart Sebastian Magnusse, Stabführer Andreas Schließer, Thorsten Schweitzer, Kommandant Marco Krupp und Kreisjugendwart René Gießer. © Bröcker

Brühl. „Aktuell haben wir den 134. Einsatz gefahren. Das Einsatzspektrum reichte über Brände, Hilfeleistungen und Sturmschäden“, resümierte Marco Krupp, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, beim Familienabend der Floriansjünger. „In der heutigen Zeit verlassen sich die Menschen vor allem in Ballungsgebieten darauf, dass bei großen und kleinen Problemen schnell Hilfe von staatlicher Seite kommt. Diese Entwicklung bekommt auch die Feuerwehr Brühl zu spüren, da die Einsatzzahl pro Jahr konstant im dreistelligen Bereich rangiert“, erklärt er den Anwesenden. Darunter befanden sich Bürgermeister-Stellvertreterin Claudia Stauffer, Kreisjugendfeuerwehrwart René Gießer, Kreisstabführer Armin Schmitt von der Feuerwehrmusik und Tobias Kutning als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes sowie Dagmar Fritz, die Vorsitzende des Ortsvereins des Roten Kreuzes, Bereitschaftsleiterin Vanessa Freund und Kameraden der Feuerwache Süd und der Nachbarwehr Ketsch.

AdUnit urban-intext1

Dieses Jahr sei die Feuerwehr der Hufeisengemeinde zudem durch zwei Naturereignisse stark gefordert worden: Das Sturmtief Eberhard, dass im März für über 20 Einsatzstellen und eine Wachbesetzung an einem eigentlich freien Sonntag sorgte, und der trockene Sommer mit den zahlreichen Vegetationsbränden. Neben den Einsatzgeschehen innerhalb der Gemeinde übernahmen die Kameraden auch Brandsicherheitswachdienste – auch auf dem Hockenheimring.

„Unsere zwei Feuerwehr-Seelsorger waren auch sehr gefordert. Bisher wurden Cort Bröcker und Martina Kohl in diesem Jahr 17-mal alarmiert“, sagte Krupp und betonte die Bedeutung dieser Arbeit. Darüber hinaus stehe die Kommunikationsgruppe unter der Führung von René Gieser und Eike Seidler auch für interkommunale Einsätze zur Verfügung und bilde gemeinsam mit der Gruppe der Feuerwehr Eppelheim die Unterkreisführungsgruppe. Auch lobte der Kommandant die Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverein. „Gemeinsam durch eine konsequente Zusammenarbeit haben wir die Machbarkeitsstudie Gerätehaus am Schrankenbuckel, die Anschaffung des Mannschaftstransportwagens und die neue Entschädigungssatzung auf den Weg gebracht“, berichtete Krupp. An dieser Stelle galt sein Dank dem Gemeinderat für die vielen guten und konstruktiven Gespräche. „Bei der Machbarkeitsstudie wird ein technisches Fachbüro damit beauftragt festzustellen, inwieweit das Gerätehaus auf den Stand der Technik ertüchtigt werden kann. Gerade im Bereich der Sozialräume hat sich viel geändert“, erläuterte er die Studie.

Abteilungen arbeiten Hand in Hand

Krupp dankte den einzelnen Abteilungen der Wehr. So beispielsweise dem Spielmannszug, der das kulturelle Aushängeschild der Wehr sei und auch beim Familienabend immer die musikalische Begrüßung übernehme, der Jugendarbeit, die die Voraussetzung sei, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, sowie der Alters- und Reservemannschaft, die die Wehr weiterhin unterstütze, wo sie kann.

AdUnit urban-intext2

„Sie, die Feuerwehrleute, riskieren viel, um Menschen zu retten, um Menschen zu helfen, um Gefahren vorzubeugen. Was sie tun, ist mir erst so richtig bewusst geworden, als im Juli in einem Mehrfamilienhaus in der Bussardstraße, in dem auch meine Tochter wohnt, in der Küche einer Wohnung ein Brand von ihnen professionell gelöscht worden ist“, sagte Claudia Stauffer in ihrer Rede. „Die Feuerwehr wird gebraucht und muss sehr schnell am Brandort sein, um noch helfen zu können. Da ist Professionalität, Organisationstalent und ständige Übung gefragt. Es heiße nicht umsonst, schnell wie die Feuerwehr. Respekt und Anerkennung schwingt mit“, lobte sie die Ehrenamtlichen.

Aufgaben wachsen ständig

Die Aufgaben wüchsen stetig – aus der klassischen Feuerwehr sei eine Art Universalwehr geworden. Aus dem Gemeindeleben sei die Feuerwehr gar nicht mehr wegzudenken. Stauffer dankte allen Kameraden im Namen des Bürgermeisters und der Gemeinderäte für ihr Engagement, ihren Mut. Die Gemeinde könne sich nur revanchieren, indem sie sie gut ausstattet.

AdUnit urban-intext3

Die „Rohrhöfer Göggel“ begeisterten die Anwesenden des Familienabends mit einem Mariechenmedley, bevor es dann an die zahlreichen Ehrungen ging.