Hungermarsch

Kartoffelbauern als Vorbild

Fünf Gemeinden wandern für guten Zweck

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sr
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Brühl/Region. Im Jahr 1983, beim ersten der inzwischen fast biblischen Hungermärsche, waren die herbstlichen Kartoffelernten in der benachbarten Pfalz das Vorbild. Fielen sie besonders reichlich aus, verkauften die Bauern den Rest und spendeten den Ertrag für die die damals sogenannte Dritte Welt. So stellten es sich auch Christen aus Oftersheim und Ketsch vor, die mit Schwetzingern, Plankstädtern und zuletzt auch Brühlern das Beispiel übernahmen.

Wer aber den Festkalender der Region kennt, erlebt es alljährlich: Im Herbst ist Kerwe, da stören andere Ereignisse. Der Hunger aber fällt nicht aus, den muss man ständig bekämpfen. Also verlegte man vor einigen Jahren den Marsch auf den Frühsommer. Dann tauchten auch dort Hindernisse auf, vor allem innerkirchliche. Um ihnen zu entgehen, einigten sich die fünf Gemeinden für 2023 auf den 19. März und stießen auf den so beliebten wie stark frequentierten Heini-Langlotz-Lauf in Brühl. Dem aber wollte niemand in die Quere kommen. Da die überwiesenen Spenden dem Brühler Förderkreis Dourtenga sehr willkommen waren, entschieden sich die Hungermarschierer nun als Alternative für den 12. März, einen manchmal durchaus noch spätwinterlichen Zeitpunkt.

Drei Wegstrecken sind möglich

Nachdem 2021 und 2022 die Pandemie solche gemeinsamen Märsche verhindert hatte und nur Solidaritätsgottesdienste gefeiert werden konnten, wollen die Verantwortlichen jetzt wieder einen echten Marsch mit insgesamt drei Wahlmöglichkeiten anbieten:

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Eine 10-Kilometer-Strecke: Beginnend um 8.45 Uhr mit einer Aussendung an der Brühler evangelischen Kirche zum Rhein und über den Leimbach zurück zur Dönhoff-Sporthalle.

Eine 25-Kilometer-Radtour: Zur gleichen Stelle und Zeit wie die erste Tour, nur auf einer längeren Rundstrecke geplant.

Kurzwanderung: Eine um 9.45 Uhr beginnende Kurzwanderung führt ebenfalls von der evangelischen Kirche bis zur Dönhoff-Sporthalle.

Bei allen drei Varianten wird die Abstempelung der Karten und eine Verpflegungsstation vorbereitet. Von dort ziehen die Marschierer um 11 Uhr in einer Prozession zur Schutzegelkirche und schließen dort mit einer Feier und einem Solidaritätsmahl den Hungermarsch ab. sr