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Pfarrgemeinderat - Aus 1053 derzeitigen Pfarreien in 224 Seelsorgeeinheiten werden 36 neue Einheiten

Kirche soll feste Größe bleiben

Von 
mf
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Brühl/Ketsch. „Was machen wir – wie und wozu?“ Tatkräftige Menschen gehen gerne in dieser Reihenfolge vor. Dekanatsreferent Benno Müller lud mit seinem geistlichen Impuls zu Beginn der Sitzung des katholischen Pfarrgemeinderates im Pfarrzentrum zu der umgekehrten Sichtweise „Wozu? Wie? Was?“ ein, mit Kirche und Glauben in Gegenwart und Zukunft umzugehen.

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Um die Räte für die „Kirchenentwicklung 2030“ zu sensibilisieren und zu informieren, war der Schwetzinger Pfarrer Uwe Lüttinger in die Sitzung gekommen. Eine Präsentation unterstützte seine Ausführungen, die Überlegungen von Erzbischof Stephan Burger und seinem Team in Freiburg anschaulich darzustellen. Die Vielfalt der Gesellschaft, demografischer Wandel, Rückgang der kirchlichen Mitgliederzahlen und damit finanzieller Ressourcen sowie die Auflösung traditioneller Bindungen, würden angepasstes Handeln erfordern.

Dem Auftrag, das Evangelium zu verkünden wolle Kirche auch in Zukunft gerecht werden. Prozesse und Entscheidungen seien dazu in Phasen und auf verschiedenen Ebenen gegliedert. In der Konzeptionsphase bis Mitte 2022 würden Fachgruppen die Grundlinien zukünftiger Pastoral auf Diözesanebene diskutieren. Die Entwicklung von lokalen Projekten, Würdigen von Bewährtem, Ausprobieren von Neuem – das bringe die Phase bis 2025/26 mit sich. Dazu brauche es Haupt-und Ehrenamtliche Mitarbeitende vor Ort, die die lokale Situation kennen würden und Seelsorge fit für die Zukunft machten, hieß es. Danach erfolge bis 2030 die Konstituierung der neuen Pfarreien, die Umsetzung der entwickelten Konzepte und gegebenenfalls das Nachbessern dazu.

Aus 1053 jetzigen Pfarreien in 224 Seelsorgeeinheiten sollen künftig 36 neue Pfarreien in kirchenrechtlichen Größen werden, informierte Pfarrer Lüttinger in seiner Präsentation. Es gelte, Brücken zu schlagen mit pragmatischen Ansätzen für die Menschen der Kirche vor Ort. Kirche müsse weiterhin im Alltag eine feste Größe haben, Anteil am Leben nehmen, konkrete und vertraute Glaubensheimat für die Menschen in der Region sein. Mit möglichst umfassender Beteiligung der Menschen vor Ort könne diese Umsetzung gelingen, hieß es in der Pfarrgemeinderatssitzung. „Es gilt Begeisterung für die kirchliche Gemeinschaft vor Ort zu wecken und vor Augen zu halten, wie wird es sein, wenn Kirche fehlt.“

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Ehrenamt beim Begräbnisdienst

Über die Möglichkeit, ehrenamtlich Mitarbeitende in den Begräbnisdienst mit aufzunehmen, informierte Gemeindereferentin Sigrun Gaa-de Mür. „Trauernde trösten, eine charismatische Gabe, die hier eingebracht werden kann“, erklärte sie. Mit einer Ausbildung auf diözesaner Ebene und bischöflicher Beauftragung wäre dieses Engagement sicherlich eine Bereicherung für das Gemeindeleben – die Einschätzung bestätigten die Ratsmitglieder einstimmig.

Bei den Sonntagsgottesdiensten ging es um die Uhrzeit – sollte der Beginn weiterhin bei 10.30 Uhr bleiben oder will man wieder zurück zur 10-Uhr-Regelung? Mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen stimmten die Räte mehrheitlich für den späteren Start.

Oliver Brinkmann berichtete über das erste Konzert der Reihe „KulturKircheKetsch“ in St. Sebastian mit erfreulicher Resonanz und guten Einnahmen. Weitere Veranstaltungen seien geplant – so am Samstag, 27. November, das „Musiktheater“ mit der Musikschule Tatjana Worm-Eberhardt.

Roland Knüppel informierte über die sommerlichen Wortgottesfeiern, teils in den Pfarrgärten, mit unterschiedlich guten Besucherzahlen. Der Abschluss für das laufende Jahr wird am Donnerstag, 18. Novemeber, zum Thema „Heilige“ in St. Sebastian Ketsch gestaltet.

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Diakon Heiko Wunderling zeigte sich auf das Spendenergebnis der Caritasaktion gespannt. Erstmals seien Flyer mit Überweisungsträger verteilt worden. Diakon Kurt Gredel berichtete über das Hungermarsch-Ergebnis – mit 47 500 Euro „in spektakulärer Höhe“. Gredel appellierte für einen höheren Stellenwert zu dieser Aktion in der Gemeinde. mf

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