Festbilanz - Mehrere Neuerungen haben sich aus Sicht der Organisatoren bewährt / Partymeile bleibt ohne größere Probleme Plus an Sitzplätzen gern angenommen

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Sabine Zeuner
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Der Riesenspaß für alle Kinder ist das Kasperletheater am gestrigen Kerwemontag auf der großen Bühne. © zeuner

Brühl. Kerwemontag ist die beste Zeit für eine Rückschau auf die fast vergangenen drei großen Festtage, die Neues geboten, unglaublich viele Besucher angezogen haben und bei bestem Oktoberwetter einfach Spaß machten. Am Zelt der Organisatoren treffen wir Jochen Ungerer, Sascha Mayer und Christel Weik, die zufrieden aussehen.

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„Die Aussteller haben nur Positives berichtet“, sagt Ungerer von Einnahmen an einem Tag, die im vergangenen Jahr nicht an allen drei Tagen zusammengekommen wären. Vom „friedlichen Miteinander“, das sich durchgezogen habe, waren die Kerwe-Macher begeistert.

Zudem gab es den „Daumen hoch“ für die Reinigungsfirma, die mit einer Kehrmaschine täglich Platz, Wege und Stände saubermachte: „Das kam super an“, bestätigt Bauhofleiter Mayer. Der zweite Durchgang des Brauchtumsfests in der Regie der drei ist bestens gelaufen. „Die Umstrukturierungen haben sich gelohnt, die Leute haben etwa das Plus an Sitzplätzen an jedem Tag gerne angenommen“, so Ungerer.

Rummelplatz nicht für Kraftmeier

Christel Weik richtet die Sicht auf den Rummelplatz, wo man bewusst auf die „Kraftmaschine“ verzichtet habe, die im vergangenen Jahr noch die Jugendlichen herausforderte, sich gegenseitig zu beweisen, wer der Stärkere ist, das hat das Potenzial für Rangeleien vermindert.

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In diesem Jahr hat man viel an die jüngsten Kerwegäste auf der Straßenmeile gedacht und eine Hüpfburg aufgestellt: „Das kam prima an, war durchweg gut besucht“, so Ungerer. Er kann nicht wirklich verstehen, dass bei einem familiär ausgerichteten Traditionsfest doch Menschen unterwegs sind, die sich über Kinderlärm beschweren. „Es wird auch weiterhin Programm für die Kleinen geben“, bestätigt Ungerer, dass auf der Bühne, an der Straße sowie bei einigen Ständen spezielle Aktionen zunehmen werden.

Auch der Montag hatte seinen Reiz für die Kinder, die mit dem Kasperletheater der Karlsruher Märchentruhe ein Abenteuer mit Räuber Hotzenplotz erlebten. Gleich danach präsentierte sich der Kinderchor der katholischen Kirche mit Mary-Poppins-Liedern, bevor mit „Beyond this Summer“ der Oktoberabend den musikalischen Ausklang auf der Bühne, mit den „Shakerboys“ beim Musikverein fand.

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Das Orgateam war innerhalb von Sekunden vor Ort, wenn es wo hakte – ein Service, den die Vereine und Beschicker zu schätzen wissen. Das direkte Agieren und der persönliche Einsatz haben geholfen, manche Schwierigkeit im Keim zu ersticken und Probleme konkret zu lösen.

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Das 2012 vom Gemeinderat festgelegte Sperrgebiet für Alkoholgenuss während des Festes erwies sich erneut als gut, wurde von der starken Polizeipräsenz – samstags waren 14 Beamte im Einsatz – kontrolliert. Es wurde wieder etliches gefunden und entsorgt“, stellt Ungerer fest, dass es dabei ruhig geblieben ist. Einzig ein Quartett stark alkoholisierter Frauen habe für ein wenig Aufwand gesorgt.

Vorkommnisse, die Polizei oder DRK-Einsatz erforderten, gab es bis Montagabend demnach kaum. „Alle Vorgaben sind vorbildlich von den Standbetreibern eingehalten worden, es herrschte große Disziplin in der Einhaltung, ein Lob geht an alle für die wirklich sehr gute Zusammenarbeit“, richtet Ungerer seinen Dank auch an die Anlieger des beliebten Straßenfests, die Verständnis für die Lärmbelästigung zeigten.