„Kollerkrotten“ - Tollitäten und Karnevalisten feiern beim Gardeball / Claudio Glässer moderiert gekonnt durch den Abend / Tänzer begeistern in der vollen Festhalle Sie ziehen in den närrischen Olymp ein

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Sabine Zeuner
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Die Jubiläums-Hoheiten Lynn Marie I. vom See (4. v. l.) und Maja I. und Nick I. von Rock und Schall freuen sich auf der Bühne mit Moderator Claudio Glässer (l.) und Präsident Stefan Röger (r.). © Zeuner

Brühl. Einen guten Schritt weiter auf dem Weg zum närrischen Olymp sind die Aktiven der „Kollerkrotten“ seit Sonntag: Mit einem erstklassigen Gardeball sind die Jokusjünger ins neue Jahr gestartet. Proppenvoll war die Festhalle – im Saal und davor. „Wir hatten derart viele Anmeldungen, dass wir Absagen erteilen mussten“, freute sich Sitzungspräsident und Moderator des Abends Claudio Glässer.

"Kollerkrotten" Brühl: Gute Stimmung beim Gardeball

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Beharrlich hätten die Abordnungen auf „irgendeinen Platz“ Wert gelegt und damit das Foyer rund um die Bar für den Aufenthalt auserkoren: „Das war schon irre, bei den Anmeldungen“, stellte Glässer fest. Erschwerend kommt hinzu, dass manche Vereine sechs Leute anmelden, am Festabend dann mit einem Bus voller Menschen vorfahren, dann gibt es eben nur Stehplätze. Wer nun dachte, dass der Verein, der seit einiger Zeit die Bewirtung seiner fasnachtlichen Termine selbst stemmt, dadurch in Schwierigkeiten kommen würde, der wurde ganz flott eines Besseren belehrt.

In der Küche, am Getränkestand und beim Einsammeln der leeren Teller und Gläser im Saal flitzten die Helfer, dass es eine Freude war – Stau gab es nie. So fließend wie in der Peripherie fluppte es auch im Bühnenprogramm, wo sich Tanzmariechen, Gardegruppen und Ordensrunden mit Musik abwechselten. Cooles Entertainment eben, für das die „Kollerkrotten“ bestens bekannt sind.

Einmarsch im „Macarena-Takt“

Dynamisch ging schon der Einmarsch vonstatten: Zum „Macarena-Takt“ bahnten sich die Aktiven den Weg auf die Bühnenbretter, wo das Jubel-Prinzenpaar Maja I. und Nick I. von Rock und Schall mit Flitterregen begrüßt wurde. Gemeinsam mit Kinderprinzessin Lynn Marie I. vom See proklamierten sie die Mottos ihrer Regentschaft, die auf jeden Fall viel Spaß versprechen, so manchen Klamauk herausfordern und am Ende auf dem Olymp am Tisch der Götter gipfeln, dem Motto der Jubelkampagne für den 66 Narrenjahre alten Verein. Umjubelt wurden sie nicht nur von den Gästen, auch die „Kollerkrotten“ selbst zeigten ihre Begeisterung für den Endspurt der närrischen Jahreszeit, die am Aschermittwoch, 26. Februar, endet.

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Traditionell sind im ersten Teil der Ordensgala die Jüngsten aus dem Verein zu sehen, die zeigen, was sie schon alles können. Keine Frage hatten die Kleinen auch 2020 alle Sympathien auf ihrer Seite. Mit viel Energie und noch mehr Spaß an der Freude wurden die Beinchen geworfen, fast synchrone Figuren getanzt und immer strahlend ins Publikum geschaut.

Sitzungspräsident singt ein Duett

Den gut gelaunten Strahlemann in Kombination mit fröhlichem Gesang und Plauderei gab obendrein Claudio Glässer. Der Sitzungspräsident entlockte Prinzessinnen bei Ordensrunden viele Lacher und sorgte für Megastimmung als Sänger, der wirklich den letzten Besucher auf Tischen und Stühlen zum Tanzen brachte. Spontan schob er bei einer Ordensrunde ein Duett mit Manuela Hess vom Karnevalsverein Aulaner ein, deren Gesangstalent er davor noch nicht kannte: „Ich hab nicht gewusst, dass du so klasse singen kannst“, lobte er.

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Sein Part war zudem, die Tänzer vorzustellen, die mit lautem „Ahoi“ den Beifall für ihre Leistungen entgegennahmen. Leistungsstark sind sie alle. Die Anfänger mit den Basics der vielen Schritte und Sprünge, die Fortgeschrittenen mit dem Plus an Akrobatik sowie die ausgefeilten Choreografien der Showtänze, Soloparts und Paarauftritte zeigen, dass es dem Brühler Verein nicht bange sein muss, wenn es um den Nachwuchs aus den eigenen Reihen geht.

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Beim Showtanz der Jugend und Junioren waren durchaus schon Ansätze des Revuecharakters der Showacts der großen Tänzer zu erkennen. Unter dem Motto „Die Indianer sind los“ war bestes Entertainment geboten – und das Publikum jubelte.

Exakt getaktet präsentierte sich die Aktivengarde mit der stattlichen Zahl von 13 Tänzerinnen beim Marsch, gegen Ende des Balls sehr kreativ beim Showtanz mit noch mehr Menschen auf der Bühne und spanischem Flair.

Optisch und tänzerisch standen diesem fulminanten Auftritt die Kollernixen mit ihrer Performance im Stil des mexikanischen Halloweens in nichts nach. Bevor die Party im Burgkeller weiterging, schmetterten alle gemeinsam zum Finale den Jubiläumssong des Vereins, der unmissverständlich klarmacht: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Wir Krotten feiern Fasnacht und haben Spaß daran.“

Info: Weitere Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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