Streit um Finanzen Steht die Kollerfähre in Brühl vor dem Aus?

Von 
Katja Bauroth
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In gut einem Monat startet die Kollerfähre zwischen den beiden Brühler Rheinufern in die Saison – bis zu deren Ende im Herbst ist die Finanzierung durch das Land noch gesichert. Doch wie geht es 2022 weiter? © venus

Brühl. Brühl. Für 2021 schippert die Kollerfähre in Brühl noch in sicheren Gewässern - doch was wird 2022? Gibt es für die Kollerfähre dann noch Gelder? Das ist gerade der Streitpunkt zwischen Land, Kreis und Gemeinde.

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„Die technischen Voraussetzungen für diese Saison sind bereits getroffen“, sagt Uwe Baumann, der stellvertretende Leiter der Abteilung Liegenschaften, Vermögen und Bau im Landesbetrieb Baden-Württemberg, der für den Pendelverkehr über den Rhein zuständig ist. Die Fähre ist im Winter überholt worden und wartet jetzt in der Werft auf Mitte März, wenn sie ihren Dienst wieder antritt. Und auch die erfahrene Crew ist bereits für 2021 angeheuert. Für diese Saison ist zudem noch klar, wer das Defizit trägt, das Jahr für Jahr eingefahren wird. Nachdem der Rechnungshof Baden-Württemberg vor zwei Jahren festgestellt hatte, dass der Betrieb einer Ausflugsfähre wie der Kollerfähre „nicht Aufgabe des Landes sei, drohte deren Betrieb das Aus. Doch entgegen dieser Empfehlung hatte das Finanzministerium dann doch mitgeteilt, dass im Finanzhaushalt 2020/2021 Mittel zum Betrieb der Fähre gesichert seien. Wie es nun weitergeht, ist allerdings ungewiss. Was Land, Gemeinde und die Landtagskandidaten zum Thema sagen, lesen Sie hier.

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Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.