Nachruf - Eddy-Werner Triebskorn im Familienkreis beigesetzt / Würdigung seiner Arbeit Trauer um Chorleiter und Chronisten

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ras
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Brühl. Eddy-Werner Triebskorn (Bild) ist tot. Er starb nach langer schwerer Krankheit bereits am Dreikönigstag – einen Monat vor seinem 72. Geburtstag – wie seine Familie nun offiziell mitgeteilt hat. Der Dirigent mehrerer Chöre in der Region und zweiter Vorsitzender des Vereins für Heimat- und Brauchtumspflege wurde auch schon wegen der Corona-Vorgaben im Kreis der Familie beigesetzt.

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Eddy-Werner Triebskorn wurde im Februar 1949 geboren und wuchs in der Hufeisengemeinde auf. Aus seiner Kindheit hatte er stets viele heimatgeschichtliche Anekdoten zu erzählen. Nach der Schulzeit, die 1955 für ihn im Alten Schulhaus begann, startete er seine berufliche Laufbahn und wurde Bilanzbuchhalter bei der Stadt Mannheim.

Seine Liebe gehörte – natürlich neben der Familie – schon seit frühester Jugend der Musik. Seit Mai 1991 bis zu seinem Tod dirigierte er in Baden und der Pfalz zahlreiche Kirchenchöre und weltliche Gruppen. Dazu gehörten in seiner Heimatgemeinde auch von 1997 bis 2007 der Cäcilienchor der katholischen Pfarrgemeinde und von 2006 bis 2007 der Gesangverein Konkordia. Unter seiner Leitung fusionierten im November 1998 die beiden Kirchenchöre aus Brühl und der 1957 gegründete aus Rohrhof zu einer Gemeinschaft.

Herausragender Pianist

Triebskorn war auch ein hervorragender Pianist, der mit Konzerten – oft standen sie im Dienst einer guten Sache, etwa der Stiftung für Brühler Bürger in Not – oder der musikalischen Begleitung bei Veranstaltungen und Gedenkfeiern in Erscheinung getreten ist. Ein Beispiel war am Tag der Deutschen Einheit der Festakt der CDU – er gehörte der Partei über ein halbes Jahrhundert an.

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Der Verstorbene war 1995 Gründungsmitglied des Vereins für Heimat- und Brauchtumspflege, dessen stellvertretender Vorsitzender war Triebskorn seit 2015. Dort widmete sich der Urbrühler vorrangig der regelmäßig wechselnden Gestaltung der ortsgeschichtlichen Ausstellungsvitrine im Rathaus und der Pflege des Internetauftritts seines Vereins.

Große Unterstützung leistete Eddy-Werner Triebskorn beim Aufbau des Vereinsarchivs, dabei erwies sich sein profundes Wissen über die Menschen und Orte in der Gemeinde als wichtige Quelle, um beispielsweise Bilder zuzuordnen. Zudem engagierte er sich in der Reihe der Zeitzeugengespräche im Büro des Heimatvereins. Beim runden Tisch der Heimatvereine in der Volkshochschule Bezirk Schwetzingen vertrat er seine Heimatgemeinde in seiner zurückhaltenden, aber doch sehr engagierten Art.

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Seiner Ehefrau Marliese und allen anderen Angehörigen seiner großen Familie gilt unsere aufrichtige Anteilnahme. ras