Betreuungsangebot - Erzieherinnen bieten Eltern in Corona-Zeiten ein Füllhorn an kreativen Ideen Viel Spaß für zu Hause

Von 
Ralf Strauch
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Erzieherinnen des Kindergartens St. Michael haben sich viel einfallen lassen, um die Einrichtung hübscher zu machen und die Zeit zu Hause zu verkürzen. © kullmann

Brühl. Michael gilt als der mächtigste Erzengel, dessen Name „Wer ist wie Gott“ bedeutet. Auf ihn konzentrieren sich die Gläubigen, wenn sie das Gute in sich selbst stärken wollen und es Dunkelheit zu vertreiben gilt. Seine Energie sei klar und kraftvoll, gleichzeitig auch schützend, einhüllend und stärkend, heißt es in der katholischen Kirche.

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Da verwundert es nicht, dass die Erzieherinnen des gleichnamigen Kindergartens in Rohrhof sich engagiert ins Zeug legten, um der Tristesse der Corona-Zeiten mutig entgegenzutreten. Nun ziehen sie im Gespräch mit unserer Zeitung eine erste Bilanz, wie die Notbetreuung und der Kontakt auf die Ferne bisher funktioniert haben.

Viele Eltern leben derzeit zerrissen zwischen Arbeit, Homeoffice und Kinderbetreuung. Gerade Kinder, die noch nicht im Grundschulalter sind, benötigen intensive Zuwendung, aber möglichst auch Anregungen von außerhalb der Familie und soziale Kontakte. Doch die Betreuung in Kitas und Kindergärten bleibt trotz Lockerung bei der Notbetreuung eingeschränkt.

Kindergartenleiterin Nathalie Reiser und ihr Team hatten zahlreiche Ideen, was man in den Familien machen könnte. So gab es einige Mitmachaufforderungen – etwa die Samenbomben, die abgeholt und in die Natur geworfen werden können, damit sie für buntes Blühen dort sorgen. Auch für den heimischen Garten gab es jede Menge selbstgezogene Pflanzen, die vor dem Kindergarten verteilt wurden. Am Rhein wurde eine bunte Steinkette auf den Weg gebracht, Geschichten wurden vorgelesen und online zur Verfügung gestellt.

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Es gab kreative Ideen bis hin zu Beschäftigungstüten zu den Themen Bienen und Schmetterlinge, Figurenspiel, Massage-Geschichten und Rezepten. Aber auch die Bewegung wurde nicht vergessen, so wurde – natürlich mit entsprechender Abstandsregelung – ein Lauftreff initiiert. „Und wir haben auch noch für die kommenden Wochen jede Menge Ideen“, verrät Reiser.

Aktiv in der Zwangspause

Und auch wenn Betreuungsaufgaben nicht im gewohnten Ausmaß anstanden, haben sich die Erzieherinnen des Kindergartens nicht gelangweilt. So fanden in der Corona-Zwangspause Weiterbildungen durch Fachliteratur und Onlineschulungen statt, es wurden vielfältige pädagogische Konzepte für die Zukunft erarbeitet, die Räume und das Spielzeug der Einrichtung gereinigt und sortiert.

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Der Gartenzaun, Regale im Keller, Bastelarbeiten zur Flur- und Gruppenraumgestaltung wurden auf Vordermann gebracht – vielfältig waren die Aufgaben. Auch das Hochbeet ist jetzt komplett neu bepflanzt. Daneben wurden persönliche Briefe an jedes Kindergartenkind geschickt, es wurden Nase-Mund-Masken sowie Kühlpad-Hüllen genäht. Auch wurden Plakate mit den zugeschickten Fotos der Kinder gestaltet, die einzelne Aktionen mitgemacht oder sogar selbst initiiert haben. Von den gern zitierten Corona-Ferien waren die Erzieherinnen des Kindergartens St. Michael damit auf jeden Fall meilenweit entfernt. Und nicht anders sieht es in den übrigen Betreuungseinrichtungen in der Hufeisengemeinde aus.

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