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Hilfsangebot - Stiftung für Bürger in Not unterstützt 40 Familien

Vom Lebensmittelgutschein bis zum neuen Kühlschrank

Von 
Ralf Strauch
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Brühl. „1,5 Millionen Euro im Vermögen – das ist für eine lokale Stiftung eine fast unglaubliche, auf jeden Fall aber sehr ungewöhnliche Summe“, zeigt sich Bürgermeister Dr. Ralf Göck in seiner Jahresbilanz begeistert. Zusammengekommen ist der Kapitalstock durch Spenden der Brühler Privatleute, Vereine und Unternehmen, die unverschuldet in Not Geratenen damit helfen wollen.

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Die Spannbreite der Zuwendungen für die „Brühler Stiftung für Menschen in Not“ reicht vom Zehn-Euro-Schein bis zu einem vierstelligen Betrag aus einem Nachlass. „Diese Spendenbereitschaft zeigt mir, dass die Brühler bereit sind, sich sozial zu engagieren, dass ihnen bedürftige Menschen nicht egal sind“, betont Göck nicht ohne Stolz.

Neben diesen Spenden für das Stiftungskapital, also den Grundstock, aus dessen Rendite die Hilfsaktionen der Stiftung finanziert werden, gehen auch noch Spenden zur sofortigen Verwendung im sozialen Bereich ein, berichtet der Bürgermeister. So wurde dafür zusätzlich mehr als 10 000 Euro übergeben.

Schnelle, unbürokratische und direkte Hilfe für Mitbürger, die von einem Schicksalsschlag getroffen wurden – das war der Leitgedanke, der die Gründer 2002 bewogen hat, diese private Stiftung ins Leben zu rufen. Impuls dafür war die erfolgreiche Tombola des Rohrhofer Fischerfestes, die diesen Gedanken erstmals aufgegriffen hatte. Trotz des sozialen Netzes in Deutschland sei direkte Hilfe über den Gesetzesweg im Notfall oftmals zu langwierig und zu kompliziert, heißt es in der Wesenserklärung der Stiftung. Eine solche soziale Organisation vor Ort könne den Menschen in Not bedeutend schneller und direkter helfen.

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Und das hat sie im ausklingenden Jahr bei insgesamt 40 Familien im Ort gemacht, bilanziert Gemeindekämmerer Klaus Zorn, der auch die Finanzen der Stiftung verwaltet. Rund 8000 Euro wurden dafür aufgebracht – das ist letztlich weniger, als für die direkte Verwendung gespendet worden ist. Somit gibt es ein gutes finanzielles Polster für kommende Aufgaben. „Es wird jeweils nur einmalig geholfen“, erklärt Göck, „da werden beispielsweise Lebensmittelgutscheine in Höhe von 50 Euro ausgegeben. Ganz typisch ist auch die Kostenübernahme für eine neue Waschmaschine oder einen Kühlschrank, wenn der alte hinüber ist und in der Familie kein Geld für eine neue da ist.“ Im Schnitt erhalten die Familien jeweils Finanzspritzen von rund 300 Euro, zeigt die Erfahrung.

Wo eingegriffen werden muss, erfährt die Stiftung durch die Zusammenarbeit mit dem Sozialamt und der Nachbarschaftshilfe. Manchmal melden sich aber die Betroffenen auch selbst im Rathaus. „Da wird dann das Anliegen geprüft und entsprechend reagiert“, erklärt Göck. ras

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