Fußballcamp - Der frühere Nationalspieler Guido Buchwald trainiert 35 Kinder / Junge Kicker profitieren von seiner Erfahrung Weltmeister gibt wertvolle Tipps

Von 
Maximilan Wendl
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Brühl. Anlaufen, das Ziel anvisieren und schießen. Ein ums andere Mal fliegt der Ball danach in die Maschen des Tors und großer Jubel ertönt: In der Brühler Soccerhalle am Luftschiffring ist die mobile Fußballschule von Guido Buchwald zu Gast. Der ehemalige Nationalspieler sorgt dabei für weltmeisterliches Flair in der Hufeisengemeinde und trainiert – auf Einladung des SV Rohrhof sowie der Fußballschule der Sparkassen Versicherung – über zwei Tage 35 Jugendliche. Der Initiator und Leiter der Generalagentur Wolfgang Stein sagt: „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden, hätten aber sogar noch mehr Kinder aufnehmen können.“

Zwar waren die Teilnehmer des Fußballcamps noch nicht geboren, als Guido Buchwald Fußball-Weltmeister wurde, doch die Autogramme von ihm waren ebenso begehrt wie seine Tipps. © Lenhardt
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Buchwald und sein Trainerteam – sie reisen durch die ganze Republik – haben ganzheitliche Einheiten für die jungen Kicker vorbereitet. Das bedeutet: Die Technik wird ebenso trainiert wie auch die Kondition und verschiedene Spielformen. Und das kommt an, bestätigt René, der aus Wallstadt kommt und fleißig mittrainiert: „Es ist ein anderes Training als im Verein. Es macht Spaß und wir müssen schon Herausforderungen meistern.“

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Talente zeigen sich früh

Viele Kinder sind schon häufiger dabei gewesen, kennen das Prozedere vom Feld. Das zweitägige Camp ist anstrengend, weiß Buchwald: „Man sieht auch hier schon Unterschiede. Welcher Nachwuchskicker mit seiner Entwicklung wie weit ist, lässt sich auch in diesem Alter erkennen. Und am Ende des Trainings merkt man dann schon auch, dass die Konzentration nachlässt.“ Dennoch soll sich der Aufwand ja lohnen. „Muskelkater werden die Kids schon haben“, ist sich Stein im Gespräch mit unserer Zeitung sicher.

Schließlich hat auch Buchwald viel Schweiß vergossen, um so weit zu kommen. Der Verteidiger gewann mit dem VfB Stuttgart zweimal die deutsche Meisterschaft und hielt beim WM-Finale 1990 in Italien den argentinischen Superstar Diego Maradona in Schach.

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Erstmals in der Geschichte der Weltmeisterschaften war es damals zu einer Finalrevanche gekommen, denn schon vier Jahre zuvor hatten sich diese beiden Mannschaften im Endspiel gegenübergestanden. 1990 holte sich die deutsche Elf mit 1:0 durch einen Foulelfmeter, den Andreas Brehme im Tor versenkte, den Titel.

Profi vom Benehmen angetan

Damals war noch niemand der Kinder, die am Donnerstag und Freitag auf den Indoorplätzen standen, überhaupt geboren. „Durch ihre Eltern und das Internet wissen sie aber schon, wer da vor ihnen steht“, sagt Buchwald, der sich eine Menge Zeit dafür nimmt, Autogramme zu schreiben.

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Auch jeder Bildwunsch wird erfüllt und am Ende bedanken sich die Kinder alle artig. „Das ist in der heutigen Zeit auch nicht mehr selbstverständlich, aber es gefällt mir“, sagt der 58-Jährige, der am zweiten Trainingstag gegen Mittag wieder abreisen muss.

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Am Abend ist er noch auf eine Neujahrsveranstaltung eingeladen. Aber eine Einladung aus der Kurpfalz dürfte ihn wohl auch bald wieder erreichen. „Die Trainer lassen sich immer etwas Neues einfallen und in der Halle ist man noch näher dran. Es macht einfach Spaß zuzuschauen. Ich bin mir sicher, dass das Camp wieder herkommen wird“, sagt Stein.

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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