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Winterdienst

Winterdienst: Brühler Bauhof ist bereit für den ersten Schnee

Seit einer Woche besteht die Bereitschaft bei den Mitarbeitern des Brühler Bauhofs. Bauhofleiter Marcus Schütterle entscheidet täglich ab 4.30 Uhr über den Einsatz - bei Schnee und Eis müssen dann alle raus.

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ras
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Die Räumfahrzeuge stehen bereits seit einer Woche für einen möglichen Wintereinbruch bereit. © gvb

Brühl. „Der Winter naht“, ist nicht nur ein Wappenspruch aus der Erfolgsserie „Game of Thrones“, sondern auch eine Binsenweisheit für die Bauhofmitarbeiter. Für sie – insbesondere deren Chef Marcus Schütterle – bedeutet es, dass sie sich auf Schnee und Eis einstellen müssen. Und so besteht seit gut einer Woche bereits die entsprechende Rufbereitschaft für die kommunalen Mitarbeiter.

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„Mein Arbeitstag beginnt in diesen Monaten immer schon um 4.30 Uhr“, berichtet Schütterle, der beim Wintereinbruch als Einsatzleiter für den Räumdienst verantwortlich zeichnet. Um diese Zeit wirft er nicht nur alltäglich einen Blick aus dem Fenster, sondern checkt auch die Daten der Wetterdienste. Stellt er dann fest, dass eine Glättegefahr besteht, muss er raus – auf Kontrollfahrt durch den gesamten Ort. „Spätestens um fünf Uhr müssen im Ernstfall die Kollegen der Bereitschaft benachrichtigt sein“, erklärt der Bauhofleiter.

Um einen möglichst sicheren Verkehrsfluss auch bei Eis und Schnee zu ermöglichen, rücken dann die Räum- und Streufahrzeuge sowie Fußtrupps aus. Bis 7 Uhr sind die wichtigsten und kritischen Bereiche zu räumen.

Welche Straßen und Wege das sind, gibt ein Streuplan vor, der die Prioritätenliste enthält. Ganz oben stehen da bestimmte Kreuzungen und Einmündungen an Hauptverkehrswegen – beispielsweise am Treffpunkt der Rohrhofer und der Ketscher Straße. „Wir müssen da einfach verhindern, dass Autofahrer in den kreuzenden Verkehr hineinrutschen“, fasst Schütterle die Hauptaufgabe zusammen. Aber auch Bushaltestellen und Schulwege müssen schnell versorgt werden, damit die Kinder möglichst sicher zum Unterricht kommen. Ganz oben auf der Liste steht allerdings der Bereich rund um das Feuerwehrgerätehaus. „Die Kameraden sollen im Notfall sofort ausrücken können.“

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Zwischen 5 und 7 Uhr sind sechs Mitarbeiter im Gemeindegebiet unterwegs. Erst wenn dann die besonderen Gefahrenbereiche gesichert sind, geht es in einer Freiwilligenleistung der Gemeinde in die Seitenstraßen. Und dann sind neben der Winterbereitschaft auch alle anderen Mitarbeiter des Bauhofs gefragt – ab Dienstbeginn um 7 Uhr müssen alle ausrücken, beschreibt Schütterle die Vorgehensweise. Zudem ist es ja oftmals mit einem Einsatz nicht getan, manche Bereiche müssen mehrfach angefahren werden, um der kommunalen Räumpflicht nachzukommen. Am Ende des Tages sind dann noch die Fahrzeuge zu reinigen, damit das aggressive Salz nicht deren Metallteile angreift.

„Da kommen schon einige Arbeitsstunden zusammen“, weiß der Bauhofchef. Und das nicht nur werktags, sondern auch am Wochenende. Sonntags ist die Nachruhe für die Mitarbeiter allerdings zwei Stunden länger, weil es ja keinen Schüler- und Berufsverkehr gibt.

Neben dem Räumen des Schnees wird auch gegen die Glätte gestreut. „Wir dürfen – anders als Privathaushalte – noch Salz und Sole einsetzen“, stellt der Bauhofleiter im Gespräch mit unserer Zeitung fest. Aktuell sind 18 Tonnen Streusalz gebunkert – teilweise noch aus dem Vorjahr. „Da sind wir recht gut weggekommen.“ Die Sole, also das Salz-Wasser-Gemisch – wird daraus je nach Situation auf den Straßen und Temperatur individuell angemischt.

Es kommt aber noch eine neue Farbe ins Spiel. „Wir testen in diesem Winter auf kleineren Flächen ein umweltfreundlicheres Streumittel“, verrät Schütterle, „das wurde in Skandinavien für die Flughäfen entwickelt.“ Die Testflächen – nur wenige im Ort – sind dann auch gut zu erkennen, denn das Mittel hat eine bläulich-violette Farbe. „Da werden wir sicher viele besorgte Anrufe bekommen, dass da jemand Rattengift oder eine Chemikalie entsorgt hat“, prognostiziert Schütterle. ras

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