Freibad - Saisonkarten werden auf das nächste Jahr übertragen / Bei Jahrestickets verfallen die Monate der Schließung nicht „Wir benötigen keine lange Vorlaufzeit“

Von 
ras
Lesedauer: 
Wann im Freibad wieder so ausgelassen wie von diesen beiden Jungen auf unserem Archivbild geplanscht werden kann, steht derzeit noch in den Sternen. Doch das Bäderteam steht sofort parat, wenn es grünes Licht gibt. © strauch

Brühl. „Nein“, sagt Bäderleiter Patrick Berndt, „die Saisonkarten fürs Freibad verfallen nicht, wir werden die aktuell für 2020 erworbenen Tickets auf das nächste umschreiben“. Denn noch ist nicht abzusehen, wann und ob das Freibad in diesem Sommer seine Pforten wieder öffnet. „Es kann einfach noch keine verbindliche Aussage darüber getroffen werden, wie es weitergeht“, erklärt er auf Nachfrage unserer Zeitung.

AdUnit urban-intext1

Nur so viel ist klar, wenn eine Möglichkeit besteht, den Badebetrieb wieder aufnehmen zu können, sei das Brühler Freibad ganz vorne mit dabei. „Wir stehen bereit und benötigen keine lange Vorlaufzeit, um unsere beliebte Freizeitanlage ins Laufen zu bringen“, versichert der Bäderchef.

Unbürokratische Lösung

Konkret bedeutet das, die Saisonkarten würden unbürokratisch für das kommende Jahr übernommen werden. Bei Jahreskarten muss auch niemand befürchten, ohne Gegenleistung zu zahlen. „Die Jahreskarten für Frei- und Hallenbad werden nach der Zwangspause einfach um die jeweiligen Schließungsmonate verlängert“, erklärt Berndt die Vorgehensweise der Kommune.

Derzeit werden auch schon Möglichkeiten ausgearbeitet, wie dann der Bäderbetrieb im Einzelnen stattfinden könnte. Wenn Menschen auf engem Raum zusammenkommen, müssen sie mittlerweile einen Mund-und-Nasenschutz tragen. Im Schwimmbecken gehe das natürlich kaum. Da müssten andere Wege gefunden werden, um die dann womöglich noch geltenden Abstandsregeln einzuhalten. Das Infektionsrisiko sei beim Anstehen an der Kasse, in der Umkleide, den Duschen und natürlich auf der Liegewiese gegeben, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werde. Deshalb müssten klare Regeln aufgestellt werden, bevor das Freibad wieder öffnen könne, so Berndt.

Wasser gilt als ungefährlich

AdUnit urban-intext2

Das Wasser selbst bereitet laut Berndt nach bisherigen Erkenntnissen von Experten keine Gefahr einer Übertragung. Das neuartige Coronavirus könne übers Schwimmbadwasser nicht weitergegeben werden, weil es ja ohnehin dauerhaft gereinigt werde. Und selbst wenn jemand Viren im Speichel habe und den Speichel in das Wasser abgeben würde, dann verdünne sich das so sehr, dass das Infektionsrisiko „sehr, sehr gering sei“, erklärt auch Dr. Georg-Christian Zinn, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, in den Medien.

Und doch schlafen sie derzeit einen Dornröschenschlaf – das Sportbecken, das Springerbecken mit Sprungturm, das Erlebnisbecken mit Wasserfall und Massagedüsen, die Wasserrutsche, das Kinderplanschbecken und nicht zuletzt die schön angelegte Liegewiese. ras