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Gesundheit - Mehr als jeder Zehnte leidet unter Krankheit

Zunahme bei Depressionen

Von 
zg
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Region. Erhebung der AOK Baden-Württemberg zeigt: Krankheitszahlen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen – Mehr als 26 000 Versicherte im Rhein-Neckar-Kreis sind von Depressionen betroffen. Sie sind erschöpft und wirken irgendwie nur noch traurig. Menschen, die unter einer Depression leiden, können keine wirkliche Freude mehr empfinden, verspüren gedrückte Stimmung, haben an nichts mehr wirkliches Interesse, sind freudlos, haben kein richtiges Selbstwertgefühl mehr, machen sich Selbstvorwürfe und wirken nach innen und außen absolut hoffnungslos. Depressionen haben in den zurückliegenden Jahren permanent zugenommen; während der Pandemie stiegen die Zahlen der daran erkrankten Menschen weltweit sogar um rund ein Viertel an.

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2020 waren 13,2 Prozent der bei der AOK Baden-Württemberg Versicherten wegen einer entsprechenden Diagnose in ambulanter oder stationärer Behandlung. Frauen leiden dabei deutlich häufiger an Depressionen.

Mehr als jeder dritte Betroffene hat laut Dr. Hans-Peter Zipp, Kinder- und Jugendarzt bei der AOK Baden-Württemberg, zwei oder mehr psychische Erkrankungen. Oft treten Angststörungen in Kombination mit Depressionen oder Suchterkrankungen auf. Körperliche Beschwerden im Zusammenhang mit Angstzuständen sind Schwindel, Kreislaufbeschwerden und Übelkeit; zu den psychischen gehören andauernde wirklichkeitsferne und übertriebene Ängste, die von Betroffenen eventuell als solche erkannt, aber nicht kontrolliert werden können.

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Vielfache Ursachen

Wie kommt eine Depression zustande? Nach Experten-Aussagen gibt es für die Erkrankung selten nur eine Ursache. Vielmehr ist es meist ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Neurobiologie und so genannten psychosozialen Fakten. Zu Letzteren gehören insbesondere einschneidende Lebensveränderungen, wie etwa der Tod eines geliebten Menschen oder auch chronische Überlastung – und in den zurückliegenden Monaten gerade auch die mit einer Pandemie verbundenen Ängste.

Im Rhein-Neckar-Kreis ist die Zahl der wegen einer Depression in Behandlung befindlichen Versicherten zwischen 2016 und 2020 von 23 769 auf 26 278 angestiegen. Dabei zeigt sich, dass auch dort fast doppelt so viele Frauen wie Männer unter einer solchen Erkrankung litten. 2020 waren es 16 802 Frauen und 9476 Männer.

AOK-Versicherte, die an Depression erkrankt sind, können am Facharztprogramm Neurologie und Psychiatrie der AOK Baden-Württemberg teilnehmen, was eine schnelle, strukturierte und flexibel auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Behandlung ermöglicht. zg

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