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Mobilität - Beim E-Bike-Kurs geht es in Theorie und Praxis um Fahrtechnik und Verkehrssicherheit

Damit’s mit dem Elektro klappt

Von 
Sabine Geschwill
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Albrecht Kern (gelbe Weste) zeigte am Schulzentrum wie man richtig mit Pedelec und E-Bike umgeht. © Geschwill

Eppelheim. Der Trend zu Pedelec oder E-Bike ist ungebrochen. Immer mehr Menschen setzen auf ein Elektrofahrrad. Das zeigen nicht nur die Verkaufszahlen der deutschen Fahrradindustrie, sondern auch die vielen elektrounterstützten Zweiräder auf den Straßen und die Unfälle, die sich damit ereignen.

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Das Fahren mit Pedelec oder E-Bike will gelernt sein. Was beim Umstieg vom herkömmlichen Fahrrad auf das schwerere und schnellere Elektrorad zu beachten ist, wird bei den angebotenen Fahrsicherheitskursen der Initiative „radspaß – sicher e-biken“ gezeigt, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Baden-Württemberg (ADFC), dem Württembergischen Radsportverband (WRSV) und dem Rhein-Neckar-Kreis ins Leben gerufen wurden.

Mit dem Aufsteigen fängt es an

Bei den in verschiedenen Städten und Gemeinden angebotenen Kursen werden Radfahrer in Theorie und Praxis geschult. Sie erlernen das korrekte Aufsteigen und Anfahren, Lenken und Kurvenfahren, sicheres Bremsen und das Rollern mit dem Rad, bei dem Gleichgewicht gefragt ist. Neben Sicherheitscheck und Tipps zur richtigen Sattelhöhe und Fahrergonomie wird mit Übungen auf kritische Situationen im Straßenverkehr und auf die individuellen Probleme der Pedelec-Fahrer und E-Biker bei der Handhabung der elektrounterstützten Zweiräder eingegangen.

Bestes Beispiel war der ausgebuchte E-Bike-Kurs, den Albrecht Kern im Schulzentrum leitete. Der Fahrrad- und E-Bike-Experte ließ die Teilnehmer, die aus Brühl, Ladenburg, Heidelberg-Rohrbach, dem benachbarten Pfaffengrund und Eppelheim kamen, erst einmal erzählen, welche Gründe sie zur Teilnahme bewogen. „Wenn man etwas dazulernen kann, ist das immer gut“, meinte beispielsweise Bärbel Groll. Andere schilderten, dass sie schon einen Unfall mit ihrem E-Bike hatten. Seitdem fahre die Angst mit. Probleme auf unbefestigten Wegen, beim Bremsen oder Abbiegen wurden noch genannt.

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Angst vor dem Neuen nehmen

Kern ging daraufhin auf alle genannten Probleme ein und machte gleich eingangs deutlich, wie wichtig ein guter Fahrradhelm sowohl beim Radfahren als auch beim E-Biken ist. Weil das sichere Fahren Übung braucht, gab es im Anschluss verschiedene Praxiseinheiten, erst ohne und dann mit elektrischer Unterstützung. Dass viele schon beim Anfahren Fehler machen, weil sie als Verkehrsteilnehmer den wichtigen Schulterblick vergessen oder die Pedalstellung am Rad nicht stimmt, sie zu zaghaft antreten, wodurch man nach dem Aufsteigen schnell ins Wanken gerät, oder falsch bremsen und dadurch nicht schnell genug zum Stillstand kommen, führte der Kursleiter vor Augen.

Sein Tipp: Wer sicher aufs E-Bike aufsteigen und anfahren will, sollte mit seinen Beinen den Fahrradrahmen in die Mitte nehmen und einen sicheren Stand haben. Je nachdem, ob man Links- oder Rechtsfuß ist, gilt es nun auf der bevorzugten Seite das Pedal nach oben zu holen und den Fuß trittfest aufzusetzen. Nicht durch mehrmaliges Abstoßen mit dem anderen Fuß auf dem Boden, sondern mit einem kräftigen Tritt ins Pedal, der das Rad zum Rollen bringt, wird angefahren – Und dabei den Schulterblick nicht vergessen. Der Kurs mit dem Ziel, die Fahrtechnik aller Teilnehmer zu verbessern und damit ihre Verkehrssicherheit zu erhöhen, war mit dem eigenen E-Bike oder Pedelec zu absolvieren.

Info: Weitere kostenlose Radspaß-Kurse unter radspass.org/kurse

Freie Autorin Ich bin seit 1995 als freie Journalistin und Fotografin für die Schwetzinger Zeitung im Einsatz und betreue dabei hauptsächlich den Lokalbereich Eppelheim.

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