SPD - Fraktion plädiert für vorausschauendes Handeln bei der Schaffung eines Marktgeländes / Neuer Edeka-Markt soll im Süden der Stadt entstehen Den Planungen für neue Einkaufsmöglichkeiten nicht verschließen

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zg
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Eppelheim. Edeka sucht nach größeren Flächen, um im Eppelheimer Süden ein neues, modernes und zukunftsfähiges Marktgelände zu errichten. Das Unternehmen hat bereits signalisiert, dass die derzeit bestehende Einkaufsmöglichkeit an der Rudolf-Wild-Straße mittelfristig nicht mehr weiter betrieben werden soll (wir berichteten).

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„Jetzt, da wir noch genügend Zeit zur Planung haben, wollen wir vorausschauend handeln“, erklärt die SPD-Fraktion zu dieser Thematik. „Wir dürfen uns Planungen für neue Einkaufsmöglichkeiten zum Wohle der Bürger nicht verschließen. Sollten Stadt und Gemeinderat erst reagieren, wenn der bestehende Edeka-Markt geschlossen ist, besteht die Gefahr, dass der Eppelheimer Süden längere Zeit keine Einkaufsmöglichkeit hat“, betonen die SPD-Fraktionsmitglieder Renate Schmidt, Alexander Pfisterer, Hans-Günther Büssecker, Jürgen Geschwill und Anika Wesch.

Attraktiv und schnell erreichbar

„Uns als SPD war und ist es stets ein besonderes Anliegen, insbesondere der Bevölkerung im Süden der Stadt attraktive und schnell erreichbare Einkaufsmöglichkeiten zu bieten, weil wir den zunehmenden Bedarf für eine umfassende Versorgung mit einem Vollsortiment-Einkaufsmarkt und weiteren Märkten, wie Discounter und ein Markt für Drogeriebedarf, im Süden kennen. Die Kaufkraft liegt in Eppelheim höher als das verfügbare Angebot an Lebensmitteleinzelhandel.“ Komme es auf dem geplanten Ackergelände auf Eppelheimer Gemarkung zwischen dem Patrick-Henry-Village und dem Capri-Sun-Hochregallager zu der angedachten Verlagerung des Edeka-Marktes und der Schaffung weiterer Einkaufsmöglichkeiten, würde dies zu einer Entlastung des innerörtlichen Verkehrs führen, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten.

„Wer für Klimaschutz eintritt, der sollte dieses Argument nicht aus den Augen verlieren“, meint die SPD. Darüber hinaus seien bei dem neuen Einkaufsmarktkomplex auch eine Dachbegrünung und Photovoltaik geplant. Auf dem Parkplatz sollen Ladestationen für Elektrofahrzeuge und eine wasserdurchlässige Pflasterung sowie umfangreiche Insektenschutzmaßnahmen und Vogelmasten entstehen. Und was nicht vergessen werden solle: Durch dieses Projekt werden in Eppelheim 14 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze erhalten und voraussichtlich 35 weitere Arbeitsplätze geschaffen.

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Für die SPD-Fraktion muss, so ihre Aussage, bei einer Verlagerung sichergestellt sein, dass ein entsprechend dimensionierter und sicherer Fuß- und Radweg zu den neuen Einkaufsmöglichkeiten errichtet wird. Darüber hinaus müsse auch die Anbindung durch den City-Bus gewährleistet sein.

Und selbstverständlich sollen auch die Bürger bei einem solchen Projekt zu Wort kommen. Dies werde durch einen Aufstellungsbeschluss in Gang gesetzt.

Eine Sache der Gewerbesteuer

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Sollte Edeka auf Eppelheimer Gemarkung sein Marktprojekt nicht verwirklichen können und es käme zur Verlagerung der geplanten, neuen Einkaufsmöglichkeiten auf Heidelberger Gemarkung in direkter Nachbarschaft auf dem Gelände zwischen Patrick-Henry-Village und dem Firmengelände von ADM, heißt es abschließende in der Pressemitteilung der SPD, so würde die Gewerbesteuer nicht an Eppelheim, sondern an Heidelberg gehen. Die Kosten für die notwendige Verkehrsanbindung, wie ÖPNV, Rad- und Fußwege, müsse Eppelheim aber trotzdem tragen. zg