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Gemeinderat - Contracting-Vertragspartner der Stadt stellt umgesetzte Maßnahmen und Ergebnisse vor / Räte verlangen Blick in die Zukunft

Eppelheim will mehr Energie sparen

Die Vertragspartner der Stadt haben in Sachen Energie die neuesten Ergebnisse vorgestellt.

Von 
Volker Widdrat
Lesedauer: 
Das Gisela-Mierke-Bad ist eine der städtischen Liegenschaften, die seit zehn Jahren im Energiespar-Garantievertrag mit drin ist. Heizung und Lüftung sowie Umwälzung und Hallenbeleuchtung wurden in der Zeit optimiert. © Widdrat

Eppelheim. Vor zehn Jahren wurde zwischen der Stadt und der Firma Wisag ein Garantievertrag zum Energiesparen geschlossen. Der Vertrag beinhaltet eine garantierte Reduzierung von mindestens 15,7 Prozent der Energieverbräuche. Die Laufzeit endet nach zwölf Jahren am 31. Dezember 2024.

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Mit der damaligen Wisag, 2016 zur E1 Energiemanagement GmbH umfirmiert, waren der städtische Bauhof, das Gisela-Mierke-Bad, die Rudolf-Wild-Halle, das Rathaus und das Wasserwerk für das Energieeinspar-Contracting vereinbart worden.

Geschäftsführer Ralf Schrauder und Jan Görlitz stellten in der jüngsten Gemeinderatsitzung die Ergebnisse aus den vergangenen Jahren vor. Die Firma hatte in die technischen Anlagen investiert, Wartung und Instandhaltung übernommen, ein Controlling-System eingeführt und dafür die Software zur Verfügung gestellt.

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Im Gisela-Mierke-Bad wurden Heizung und Lüftung sowie Umwälzung und Hallenbeleuchtung optimiert. Für den Komplex Rudolf-Wild-Halle, Rathaus und Schulgebäude wurde ein Blockheizkraftwerk errichtet. „Die wichtigste Maßnahme für Einsparungen“, sagte Geschäftsführer Schrauder. Für das Wasserwerk wurden keine Maßnahmen umgesetzt, weil es nicht mehr in Betrieb ist.

Die Stadt Eppelheim erhält seit zehn Jahren eine jährliche Beteiligung an der Einsparung in Höhe von 2676 Euro. Das finanzielle und betriebliche Risiko verblieb vollständig beim Vertragspartner. Die Einsparungsgarantie sei von 2015 bis 2020 meistens übertroffen worden, die angepeilte Reduzierung der CO2-Emissionen um knapp 140 Tonnen pro Jahr fast immer, führte Schrauder aus.

„Konkrete Angaben fehlen“

Christa Balling-Gündling (Grüne) fehlten konkrete Angaben über die Entwicklung der Verbräuche bei den einzelnen Gebäuden, die würden immer nur nutzungsbereinigt angegeben. Von den Einsparungen erhalte die Stadt Eppelheim nur wenig, „da kann man nicht von einem Vorteil sprechen“.

Fraktionskollegin Isabel Moreira da Silva erwartete Vorschläge von der Verwaltung, wie es nach Ende der Vertragslaufzeit weitergehen soll und weitere klimaeffiziente Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden können: „Das gesetzte Ziel der Energieeinsparung wurde erreicht. Ausruhen können wir uns aber keinesfalls. Die Ziele reichen bei Weitem nicht aus, um Eppelheim mittelfristig klimaneutral zu machen.“ Vielleicht könne man bis zum Ende der Vertragslaufzeit noch nachjustieren, „sodass es sich für den Contracting-Partner und die Stadt lohnt.“ Die aufgelisteten Investitionen wie der Einbau von Wärmepumpen und die Umstellung des Fuhrparks auf fossilfreie Energieträger seien „ein absolutes Muss“.

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Horst Fießer (CDU/FDP) forderte, den Energiesektor neu zu überdenken, bei „Energiefressern“ nachzuhaken und alle Hallen in der Stadt auf den Prüfstand zu stellen. Renate Schmidt (SPD) fand es richtig, damals ein Energieeinspar-Contracting eingeführt zu haben. Man müsse sich aber Gedanken machen, wenn der Vertrag ausgelaufen ist. Bernd Binsch (Eppelheimer Liste) verlangte „neue Konzepte zur Energieeinsparung“.

Freier Autor Volker Widdrat ist freier Mitarbeiter.

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