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Jugendbefragung

Eppelheimer Jugendliche fordern mehr Treffpunkte

211 Jungen und Mädchen haben einen Fragebogen der Stadt dazu ausgefüllt, was sie sich für ihre Heimat wünschen.

Von 
Sabine Geschwill
Lesedauer: 
Eine Aufwertung der Skateranlage im Schulzentrum und der benachbarten „Gummiplätze“ wünschen sich die Kinder und Jugend-lichen, die bei der Jugendumfrage mitgemacht haben. © Geschwill

Eppelheim. Mehr Mitsprache und Mitbestimmung, mehr Plätze zum Treffen, mehr Sitzbänke, mehr verkehrsberuhigte Straßen, einen Kummerkasten für Jugendliche, eine größere Kerwe sowie eine Aufwertung der „Gummiplätze“ und der „Skateranlage“ am Schulzentrum – das alles und noch vieles mehr, wünschten sich die Kinder und Jugendlichen, die im vergangenen Jahr bei der ersten Jugendumfrage der Stadt mitgemacht haben. Die anonyme Befragung der Stadt sollte Aufschluss über die Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen geben und aufzeigen, wie zufrieden sie mit den bereits vorhandenen Angeboten in Eppelheim sind, welche Kritik, Wünsche und Anregungen sie haben.

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1100 Briefe wurden von Wirtschaftsförderer Dennis Geschwill verschickt, der als Teilressort seiner Arbeit bei der Stadtverwaltung auch den Bereich Jugendbeteiligung mitbetreut. Angeschrieben wurden Kinder und Jugendliche im Alter zwischen elf und 18 Jahren. Auf neun Din A4-Seiten konnte die junge Generation per einfachem Ankreuzverfahren ihre Interessen dokumentieren, Probleme aufzeigen, ihre Zufriedenheit äußern und Ideen einbringen. 211 ausgefüllte Fragebögen und deren Auswertung gaben reichlich Aufschluss, was Kinder und Jugendliche an Eppelheim schätzen oder vermissen. Das Durchschnittsalter aller Teilnehmenden lag bei 13,5 Jahren. 31 der Befragten waren sehr zufrieden mit den Angeboten für Kinder und Jugendliche, 74 zufrieden, 69 meinten „geht so“ und 25 waren unzufrieden bis sehr unzufrieden. Etliche machten deutlich, dass es „viel für Kinder, aber wenig für Jugendliche“ gibt.

Dirtpark aufwerten

Mehrfach wünschten sich die Befragten ein Freibad und ein Kino, eine „Alla-Hopp-Anlage“, Indoor-Fußball, Trampolinhalle und insgesamt mehr Kultur- und Sportangebote wie Jugendkonzerte, Rollkunstlauf und Fechten. Die Aufwertung des Dirtparks im Süden und ein zweiter Dirtpark im Norden der Stadt wurden angeregt. Auch ein vegetarisches oder veganes Restaurant wurde gewünscht.

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Am häufigsten wurden „mehr Sitzbänke“ und „mehr Treffpunkte für Jugendliche“ notiert und mehr Veranstaltungen im Jugendzentrum genannt. Außerdem wurde ein sicherer Fahrradweg von der Seestraße bis in die Scheffelstraße gefordert sowie mehr Fahrradständer im Stadtgebiet, eine verbesserte technische Ausstattung in Schulen, Weiterbildungen für Lehrer zu digitalen Medien und Informatik als Pflichtfach ab der fünften Klasse. Die Auswertung ergab auch, dass die junge Generation mehr nach ihrer Meinung gefragt werden und mitbestimmen möchte.

Auf die Frage „Hast du Interesse, dich in einem Jugendgemeinderat kommunalpolitisch zu engagieren?“ antworteten 28 mit „Ja“, 68 konnten sich das in Zukunft vorstellen und 110 kreuzten „Nein“ an. Fast identisch waren die Zahlen bei der Frage „Hast du Interesse, dich in einer Gruppe mit anderen Jugendlichen zu treffen, um über aktuelle Themen aus dem Ortsgeschehen zu sprechen und die Meinung der Jugendlichen einzubringen?“

Das Durchschnittsalter der Interessierten, die in Zukunft gerne in einer Jugendgruppe oder einem Jugendgemeinderat ihre Meinung und Ideen einbringen möchten, liegt bei 14,25 Jahren. Die Jugendlichen, die sich nach der Fragebogenaktion auf den Aufruf der Stadt zur Mitarbeit in einem Jugendgremium gemeldet hatten, wurden nun für Ende April von der Stadtverwaltung zu einem ersten Treffen eingeladen. Danach wird feststehen, in welcher Form sich die junge Generation einbringen möchte.

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Freie Autorin Ich bin seit 1995 als freie Journalistin und Fotografin für die Schwetzinger Zeitung im Einsatz und betreue dabei hauptsächlich den Lokalbereich Eppelheim.

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