Katholische Gemeinde - Instrument in der Christkönigkirche muss ersetzt werden / Reparatur ist unrentabel / Nachfolger stammt aus dem Bistum Essen Sie suchen nach Paten für die 2500 Orgelpfeifen

Von 
Sabine Geschwill
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Ein sommerliches Buffet gibt es zugunsten der Orgelerneuerung. Volker Wiegand sorgt an der Drehorgel für Musik. Mit dabei sind seine Kinder Julia und Florian sowie Otmar Wiedenmann-Montgomery. © Geschwill

Eppelheim. Der Zahn der Zeit nagt kräftig an der Orgel der Christkönigkirche. Das 1967 eingeweihte Instrument ist in die Jahre gekommen. Weil ihre Substanz mittlerweile an verschiedenen Stellen zu wünschen übrig lässt, sei eine Reparatur unrentabel, machte Gunter Barwig deutlich. Der Organist gehört zum siebenköpfigen Orgelarbeitskreis der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph und hat das Projekt „Neue Orgel“ angestoßen.

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„Wenn es nicht wirklich sein müsste, würden wir unsere Orgel natürlich nicht aufgeben“, meinte Barwig. Da die Kosten für die dringlichsten Reparaturen rund 80 000 Euro verschlingen würden, hat sich die katholische Kirchengemeinde entschieden, eine gebrauchte Orgel aus dem Bistum Essen zu kaufen.

Die Kirche, in der die 1985 erbaute Orgel steht, wird abgerissen. Im Oktober soll das Instrument in Essen abgebaut und bei der Orgelbaufirma Göckel in Epfenbach auf Vordermann gebracht werden. Dort wird sie auch umgebaut und entsprechend den Wünschen der katholischen Kirchengemeinde erweitert.

Weihetermin im November 2020

Im April nächsten Jahres soll dann die alte Orgel in der Christkönigkirche ausgebaut und die Empore saniert werden. Ab Mai steht der Einbau der neuen Orgel auf dem Terminplan. Der Weihetermin wird voraussichtlich im November 2020 sein. Die Gesamtkosten für Ankauf, Aufarbeitung und Einbau der neuen Orgel sowie Ausbau des alten Instrumentes und Sanierung der Empore belaufen sich auf über 400 000 Euro, informierte Gunter Barwig. Der Orgelarbeitskreis hat sich zum Ziel gesetzt, mit Unterstützung der Gemeindemitglieder 70 000 Euro über Spenden beizusteuern, um die Ausgaben zu reduzieren.

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Der Basar beispielsweise, der vor wenigen Wochen rund um das katholische Gemeindezentrum stattfand, war zu Gunsten des Orgelprojektes und stand unter dem Motto: „gemeinsam für den guten Ton“. Außerdem hatte der Orgelarbeitskreis die Idee eines sommerlichen Buffets in die Tat umgesetzt. Nach der Vorabendmesse in der Christkönigkirche, die musikalisch vom Singkreis der evangelischen Kirchengemeinde und ihrem Leiter Otmar Wiedenmann-Montgomery gestaltet wurde, konnten sich die Kirchenbesucher auf dem großen Kirchplatz oder im neu gestalteten Kirchgarten einen Sitzplatz suchen und sich am sommerlichen Buffet bedienen.

Nicht nur die griechischen Vorspeisenteller und die Fingerfood-Gerichte als Hauptgang sahen lecker aus, sondern auch der Nachtisch mit „Roter Grütze“ und Sahnecreme mit Himbeeren. Passend zum mediterranen Speiseangebot standen Rot- und Weißwein sowie alkoholfreie Getränke zur Auswahl.

Spendenkasse klingelt

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Das sommerliche Buffet, das federführend von Helga und Bernd Hönig sowie weiteren Helfern vorbereitet wurde, kam prima an und zur Freude der Initiatoren klingelte auch die Spendenkasse. Musik zur Unterhaltung gab es auch. CDU Stadtrat Volker Wiegand brachte eine historische Drehorgel der Firma Göckel zum Klingen. Es sind vom Orgelarbeitskreis noch weitere Projekte zur Finanzierung der neuen Orgel geplant.

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So nimmt die Kirchengemeinde wieder mit ihren Ständen an der Eppelheimer Kerwe teil und sammelt „gemeinsam den guten Ton“. Außerdem sind zugunsten der neuen Orgel Tanzkurse und Kochkurse geplant und im Herbst soll es eine groß angelegte Spendenaktion zur Finanzierung der neuen Orgel geben. „Wir wollen Pfeifenpatenschaften anbieten“, informierte Gunter Barwig. Pfeifen hat die neue Orgel genug: 2500 stehen zur Verfügung und warten auf spendierfreudige Paten.

Freie Autorin Ich bin seit 1995 als freie Journalistin und Fotografin für die Schwetzinger Zeitung im Einsatz und betreue dabei hauptsächlich den Lokalbereich Eppelheim.