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Goldene Hochzeit - Remzije und Jahi Mulaku sind seit 50 Jahren verheiratet / Wohl der Familie ist stets das Wichtigste

Sieben Kinder und 16 Enkel gratulieren zum Jubiläum

Von 
Sabine Geschwill
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Jahi Mulaku und seine Frau Remzije feiern am heutigen Mittwoch ihre Goldene Hochzeit. Nach ihrer Flucht aus dem Kosovo und einigen Wohnortwechseln hat sich das Paar Eppelheim als neue Heimat ausgesucht. © Geschwill

Eppelheim. Dass Jahi und Remzije Mulaku, geborene Alia, im Jahr 1972 überhaupt zueinanderfanden, ist eigentlich ihrer beider Geschwister zu verdanken. Remzijes ältere Schwester heiratete nämlich Jahis Bruder und so lernten nicht nur die beiden Familien einander kennen, sondern Remzije und Jahi verliebten sich ineinander.

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„Ich war 20 Jahre alt, mein Mann 23, als wir am 11. Mai 1972 im Kosovo heirateten“, erinnert sich die heute 70-Jährige. Auf ihre seither geborenen und erwachsen gewordenen sieben Kinder, sechs Jungs und ein Mädchen, ist das Jubelpaar mächtig stolz: „Sie sind alle glücklich verheiratet, haben gute Arbeit und sind versorgt.“ Insgesamt 16 Enkelkinder bereichern das Leben der Großfamilie. Wenn sie zu Oma und Opa zu Besuch kommen, ist die Freude groß. „Wir lieben unsere Enkelkinder über alles.“

Remzije Mulaku wurde am 17. Februar 1952 in Bibaj im Kosovo geboren. Dort ist sie aufgewachsen, zur Schule gegangen und hat dort auch ihren Mann kennengelernt. Jahi Mulaku ist unterdessen drei Jahre älter als sie. Er ist am 21. Februar 1949 in Ivaja zur Welt gekommen. Nach seiner Schulzeit schloss er sich der Armee und war im Anschluss an den Wehrdienst als Wachmann bei einer Zementfabrik angestellt.

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Flucht vor dem Krieg

Nach Deutschland kam die Großfamilie im Jahr 1993. „Alles nur wegen dem Krieg“, erzählt das Paar heute. „Die Serben sagten zu uns, wir sollen weg von hier.“ Männer wurden von ihnen noch weniger geduldet als Frauen und Kinder. Daher sei zuerst ihr Mann in die Tschechoslowakei geflüchtet, um vor den Serben sicher zu sein, erzählt die Ehefrau. Dort habe er drei Monate auf sie und die Kinder gewartet. Danach ging es für alle weiter nach Deutschland, wo sie in Schwalbach im Taunus in der Nähe von Frankfurt am Main Zuflucht fanden und Asyl beantragt haben. Die Großfamilie war anschließend an verschiedenen Orten untergebracht. Die längste Zeit haben sie im thüringischen Eisenach verbracht, wo sie 15 Jahre gewohnt haben. Weitere Wohnortwechsel folgten.

Die Familie kam in die Region nach Mannheim und schließlich nach Eppelheim, wo das Jubelpaar vor fünf Jahren im „Betreuten Wohnen“ in der Hauptstraße 109 eine schöne Wohnung bezog. „Von hier wollen wir nicht mehr wegziehen, erklären beide. „In Eppelheim gefällt es uns sehr, wir fühlen uns wohl.“ Die Eheleute loben die gute ärztliche Versorgung in der Stadt und bekommen viel Besuch, denn die Söhne wohnen mit ihren Familien alle in der Nähe, nur ihre Tochter lebt etwas weiter weg bei Frankfurt am Main.

Über ihre unbefristete Aufenthaltsgenehmigung, die sie mittlerweile haben, ist das Jubelpaar dankbar und froh. Den Kosovo haben sie aber dennoch nicht vergessen. „Wir denken oft an die Berge und die frische Luft, die dort ganz anders ist als hier“, erzählen sie. Ihre alte Heimat haben sie auch schon ein paar Mal besucht.

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Den Kindern, Enkeln, Verwandten und Bekannten schließt sich die Schwetzinger Zeitung mit herzlichen Glückwünschen an. sge

Freie Autorin Ich bin seit 1995 als freie Journalistin und Fotografin für die Schwetzinger Zeitung im Einsatz und betreue dabei hauptsächlich den Lokalbereich Eppelheim.

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