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Gemeinderat - Gremium beschließt Kauf zweier unbebauter Grundstücke in der Wambolt-Straße

Wohnprojekt ist auf dem Weg

Von 
Volker Widdrat
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Eppelheim. Seit 2003 befasst sich die Projektgruppe „Inklusion“ unter anderem mit dem selbstbestimmten und selbstständigen Wohnen und Leben von Menschen mit Einschränkungen. Aus der Projektgruppe heraus besteht der Wunsch, eine gemischte Wohngemeinschaft für vier Personen mit Einschränkungen sowie zwei ohne zu schaffen.

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Das wird jetzt Realität. Bei der künftigen Bebauung des Gugler-Geländes (wir berichteten) wird in Abstimmung mit der Firma Epple Wohnraum von rund 200 Quadratmetern grob geplant. In der jüngsten Sitzung nahm der Gemeinderat die Beantragung von Fördermitteln für die Errichtung einer Wohngemeinschaft zur Kenntnis. Kämmerer Michael Seip erläuterte den Antrag. Die Kosten werden mit rund einer Million Euro angegeben, können aber wegen der stetig steigenden Baukosten noch nicht abschließend benannt werden.

Die Förderung kommt aus dem Landesprogramm „Gemeinsam unterstützt und versorgt wohnen 2022“. Hier ist eine Fördersumme von bis zu 55 000 Euro pro Bewohner mit Einschränkungen möglich. Dem Projekt dürften somit 220 000 Euro zukommen. Der Kreis unterstützt den Förderantrag ausdrücklich. Bevor der Gemeinderat die Vorlage über die grundsätzliche Realisierung des Projekts vorgelegt bekommt, würden dem Gremium noch Informationen zur endgültigen Größe der Wohnung, zu den gesamten Investitionskosten, zu den jährlichen Folgekosten, zu den Rücklagen für Instandsetzungsmaßnahmen sowie zur Gesellschaftsform zur Verfügung gestellt, versicherte Seip.

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Hürden und Probleme

Bürgermeisterin Patricia Rebmann dankte der Projektgruppe. Trudbert Orth (CDU/FDP) sah noch Hürden und Probleme zu lösen, unter anderem bei der Finanzierung und bei den Verträgen für den Träger und den Betrieb. Man unterstütze die Stadt und die Projektgruppe in allen Bereichen. Bernd Binsch (Eppelheimer Liste) verlangte Erläuterungen zu den Folgekosten und zum Betreibermodell. Genauere Informationen wären wünschenswert gewesen, ebenso die Berechnung der Wirtschaftlichkeit, „die für einen solchen Antrag obligatorisch ist“.

Auch Nika Weiss (Grüne) hätte den Tagesordnungspunkt gerne früher behandelt. Bei der Wohngruppe im Gugler-Areal wisse man „weder etwas dazu, was tatsächlich bezuschusst wird, noch etwas zum Thema Abschreibungen, Folgekosten oder Gegenfinanzierungen. Wir nehmen also Kenntnis von einem Projekt, über das wir finanziell noch nichts wissen“. Sie wollte Kenntnis davon, „welche Berücksichtigung diese Projektkosten in unserer städtischen finanziellen Lage finden“. Ihre Fraktion nehme den Beschlussvorschlag zur Kenntnis, sehe jedoch ein städtisches Projekt „mit Kosten in solcher Höhe als nicht verantwortungsvoll an“.

Mehrheitlich beschloss der Rat die Ausübung des gemeindlichen Vorkaufsrechts für zwei unbebaute Grundstücke mit jeweils rund 425 Quadratmetern in der Freiherr-von-Wambolt-Straße. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Widerspruch gegen den Bescheid der Rechtsaufsichtsbehörde des Rhein-Neckar-Kreises zur Entscheidung vorzulegen. Im aktuellen Haushalt sind 100 000 Euro für den Erwerb von Grundstücken eingeplant. vw

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Freier Autor Volker Widdrat ist freier Mitarbeiter.

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