Evangelischer Kirchenbau- und Förderverein: "Spendercafé" im Lutherhaus ein voller Erfolg / Manche Erinnerungen ausgetauscht / Mitglieder willkommen Begegnungsstätte der besonderen Art

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Mit dem Song "The Rose" von Amanda McBroom (1980) erinnerte Lisa Scholpp bei ihrem ersten öffentlichen Liedvortrag daran, dass "unter dem kalten Schnee ein Samen liegt, welcher mit der Liebe der Sonne im Frühling eine Rose wird". Begleitet von ihrem Vater am Klavier und stimmlich unterstützt von ihrer Mutter, gelang es ihr mit klarer, wohlklingender Stimme, die zahlreich erschienenen Spenderinnen und Spender beim "Spendercafé" im Lutherhaus auf einen schönen Nachmittag einzustimmen.

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"Heute ist Genießen angesagt", kündigte Pfarrer Stefan Scholpp an und bedankte sich auch im Namen seiner Vorstandsmitglieder herzlich bei all denen, die durch finanzielle Spenden oder durch praktische Mitarbeit und Unterstützung es möglich machten, dass heute im alten und neuen Gemeindezentrum Lutherhaus gefeiert werden könne.

Sein Dank galt auch den vielen "helfenden Händen" im Hintergrund, die bei der Vorbereitung aktiv waren. Einladungen wurden erstellt und verteilt, reichlich Kuchen aller Art gebacken.

Der Einsatz hatte sich gelohnt, folgten doch über 150 gut gelaunte und freudig gestimmte Menschen, darunter auch Ehrenbürger Adolf Stier, gerne der Einladung des Evangelischen Kirchbau- und Fördervereins ins im neuen Glanz erstrahlende Lutherhaus.

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Ein Spender ließ allerdings ausrichten, so Scholpp, dass er aus persönlichen Gründen nicht kommen könne, aber gerne einen Wandschmuck stiften würde. Dabei hatte er die Lacher auf seiner Seite, wird doch vielfach unter den Gemeindemitgliedern diskutiert, dass die Wände im Lutherhaus ruhig etwas farbiger sein könnten und das eine oder andere Bild sich nicht schlecht machen würde.

Nachdenklich stimmte die kleine Geschichte aus Brasilien "Das Straßenkind und sein Geheimcode", von Martha Eberle vorgetragen. "Joh. 3, 16" lautete der Geheimcode, ein Tipp eines Polizisten, der dem auf der Straße lebenden Jungen zu einem Unterschlupf in der Nacht verhalf.

Bücher und Wein für guten Zweck

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Bei Kaffee und Kuchen ließen es sich die Besucher beim "Spendencafé" des Evangelischen Kirchbau- und Fördervereins gutgehen. Die Kuchentafel bot reichlich Auswahl und hielt für jeden Geschmack etwas bereit. Der Büchertisch, von Eva Blüthner liebevoll betreut, lud zum Stöbern ein. Immerhin wechselten 200 Euro den Besitzer. Auch Manfred Christ, der Mann für den Lutherhaus-Wein, konnte sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen.

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Eine Bildschau von Theo Kraus, musikalisch untermalt von Kantor Christian Bühler, führte nochmals beeindruckend vor Augen, welche Anstrengungen notwendig waren, um das Lutherhaus in den heutigen Zustand zu bringen. Anfangs noch eine Baustelle, die manche Überraschung zutage brachte - von Bauleiter Reiner Askani, den Architekten und Handwerkern souverän gemeistert - nun ein Gebäude mit ganz eigener Ausstrahlung. Nicht nur städtebaulich ist das Lutherhaus ein Schmuckstück in der Innenstadt Hockenheims.

Auch als Begegnungsstätte, nicht nur für evangelische Christen, hat sich das Gemeindezentrum bereits bestens bewährt. Manche Erinnerungen wurden an diesem Nachmittag ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft.

Das "Spendencafé" war ein voller Erfolg für die Verantwortlichen und eine gute Gelegenheit, um Danke zu sagen. Stefan Scholpp wünschte sich abschließend auch für die Zukunft genügend Unterstützung für die anstehenden Aufgaben und wies augenzwinkernd auf die Möglichkeit hin, Mitglied im Evangelischen Kirchbau- und Förderverein zu werden. Auch könne die CD, die ältere Bilder und Aufnahmen von der Bauphase bis zur Einweihungswoche zeige, bei Theo Kraus selbst oder über das Pfarramt für einen Preis von 10 Euro erworben werden. ah