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Hubäckerschule - Tierisches Theaterstück über Beethoven vermittelt Botschaft des Friedens

Braunbär an der Geige

Von 
zg
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Schauspieler Septimus Simion präsentiert in der Aula der Hubäckerschule eine besondere Aufführung: Tiere bilden ein Orchester und wollen zusammen Beethovens 9. Sinfonie spielen. © Hoffmann

Eine Vorstellung der besonderen Art haben die Kinder der Hubäckerschule erlebt. Zunächst waren die Klassenstufen eins und zwei eingeladen, in die Turnhalle zu kommen, in der eine große Kulisse in Form eines Zimmers aufgebaut war. Vor dem Zimmer standen mehrere Orchesterinstrumente. Die Akteure des Nimmerlandtheaters begrüßten die Kinder und Septimus Simion führte die beiden Jahrgänge durch das Programm. Zunächst ging es mit der Instrumentenschau los und Simion erklärte die vier Instrumentenfamilien Streicher, Blechbläser, Holzbläser sowie Schlagwerk und ließ jeweils Klangbeispiele erfolgen.

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Mal selbst gespielt, mal vom Sinfonieorchester Lüneburg vertont. Im Anschluss daran durften die Schüler vier Instrumente selbst ausprobieren. Lange Schlangen bildeten sich am Kontrabass, dem Cello, der Geige und der Trommel. Mit großer Begeisterung wurde probiert und entsprechend Klänge erzeugt. „Vielleicht ist das eine oder andere Kind auf den Geschmack gekommen und möchte ein Instrument lernen“, hoffte Simion anschließend.

Nach einer kurzen Pause auf dem Hof oder im Klassenzimmer trafen sich die Schüler wieder im „Theatersaal“. Nun begann das Theaterstück über die 9. Sinfonie Ludwig van Beethovens. Septimus Simion schlüpfte zunächst in die Rolle des jungen Dirigenten Herbert Karavan, der einen Anruf des Konzerthauses Berlin erhielt, um die Sinfonie von Beethoven zu dirigieren. Das war eine großartige Chance für den jungen Mann, allerdings musste er selbst ein Orchester zusammenstellen. Die Suche gestaltete sich schwierig, bis ihm eine zweifelhafte Agentur Musiker versprach.

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Seltsames Tierorchester

Im Laufe des Stücks schlüpfte der Schauspieler in verschiedene Rollen, um die seltsamsten Musiker vorzustellen. Ein ganzes Tierorchester versammelte sich in seinem Wohnzimmer. Ein Löwe war der Paukist, ein Schaf spielte Fagott, eine Gans die Oboe und die Streicher wurden von einem Braunbären und drei Eichhörnchen abgedeckt. Bald kam es zum Problem, dass die Tiere sich lieber um ihre nächste Mahlzeit kümmern wollten, statt Beethoven einzustudieren. Der Dirigent hatte seine liebe Mühe, das seltsame Orchester in Schach zu halten.

Simion brillierte in seinen Rollen und hatte für jeden Charakter eine besondere Stimme und Mimik parat. Er wusste Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu begeistern. Entsprechend lebhaft ging es in der Turnhalle zu und als am Ende der Vorstellung die Orchesterordnung festgelegt war, wurde es leise im Saal. Auf einmal wurden die wunderbaren Töne der 9. Sinfonie als Sprache wahrgenommen.

Der Braunbär richtete seine Botschaft, die gerade in diesen Tagen nochmals eine besondere Bedeutung hat, an das Tierorchester, aber auch an die Zuhörer: „Vertragt euch, streitet euch nicht. Seht das Wunder, das wir Leben nennen. Seid Freunde.“ Nun ertönte die Sinfonie, deren tiefere Wahrheit der einzigartigen Verbindung von Beethovens Musik und Schillers Text in die Herzen der Theaterbesucher gespielt wurde. Die Vorstellung wurde unter großem Applaus beendet.

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Danach wurde das Programm nochmals für die Dritt- und Viertklässler gespielt. Diesmal führte Fynn Zinapold durch die Vorstellung und entführte das junge Publikum in die Welt der Musik und des Theaters. zg

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