Theodor-Heuss-Realschule - Wachstücher statt Plastiktüten / Schüler erstellen Videos rund um das Thema Klimaschutz / Sie lernen Programmieren mit der App „Snap!“ „Das war ein anderes Unterrichten“

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rp
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Schüler der Klasse 7d beim sogenannten „Koko-Workshop“ außerhalb des Schulgeländes, bei dem Kommunikation und Kooperation untereinander verbessert werden sollen, um ein besseres Miteinander zu schaffen. © Pitsch

Upcycling, Sozialtraining, Lego-Mindstorms, Programmierworkshops, Nachhaltigkeitsprojekte, ökologischer Fußabdruck, unsere Welt im Jahr 2040. Die Liste der Aktivitäten in den verschiedenen Klassen der Theodor-Heuss-Realschule in Hockenheim ist lang und beeindruckend. PraWo – das ist der verkürzte Name dieser besonderen Woche, die im Fokus des erfahrungsorientierten Lernens stand und heißt streng übersetzt „Praxis-, Lern- & Sozialwoche“.

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Organisiert wurde die Woche durch die Fach- und Klassenlehrer und Schulsozialarbeiterin Friederike Moog sowie Konrektor Robin Pitsch, die außerschulische Partner mit ins Boot holten und den Wochenplan koordinierten.

Vor allem die unteren Klassen profitierten von Projekten und verschiedenen Lernangeboten. Neben dem Upcycling-Projekt der 6c und 6d verschrieb sich die 7d mit Klassenlehrerinnen Britta Veser und Kristin Tropf dem Mittelalter und stellten die mittelalterliche und umweltfreundlichere Version der Plastiktüte, nämlich Wachstücher her oder besuchten die Mittelalterwelt „Lauresham“ in Lorsch.

Die IT-Klasse 7a machte die Woche zur „Klimawoche“ und recherchierte mit ihren iPads nicht nur Informationen, sondern erstellte auch Erklär- und Informationsvideos rund um Klimawandel und Ressourcenverbrauch.

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Der aktuelle Film „2040 – wir retten die Welt“ traf bei der Schulaufführung in Mannheim dann auch thematisch genau ins Schwarze – und inspirierte auch andere Klassen diesen in den Folgewochen anzuschauen. Eine besondere Lernsituation konnten die außerschulischen Partner mit ihren Angeboten und Workshops bieten.

Die KliBA (Klimaschutz- und Beratungsagentur) Rhein-Neckar führte die Fünftklässler an die Umweltproblematik heran, indem diese beispielsweise ihren eigenen ökologischen Fußabdruck berechnen und bewerten konnten. Das IJM (Institut für Jugendmanagement) Heidelberg führte in den Klassen 5 und 6 Workshops durch, die den Schülern mit „Lego Mindstorms“ oder der Programmier-App „Snap!“ den Einstieg ins Programmieren und damit in die Digitalisierung erleichtern sollen.

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Die Polizei Hockenheim führte in den Klassen 5 bis 7 eine Aufklärungsprävention durch, bei der die Schüler hoch interessiert dem ganz echten Polizisten Fragen stellten.

Das Miteinander trainieren

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Der Verein „InteGREATer“ erklärte den 5. Klassen den Stellenwert der Integration, was vor allem durch die Berichte der Referenten (allesamt selbst mit Migrationshintergrund und vielerlei Problemen aufgewachsen) unglaublich eindrucksvoll war.

Exklusiv für die 7. Klassen hatten die Organsiatoren den KoKo-Workshop (Kommunikation & Kooperation) herausgesucht. In Kooperation mit der kirchlichen Jugendarbeit Rhein-Neckar trainierten die Klassen außerhalb der Schule das bessere gemeinsame Miteinander in der Klasse. Neben eigenverantwortlichen Lerneinheiten innerhalb der Woche absolvierten die 8. Klassen das Unterrichtsmodul „Profil AC“, eine Stärken-Analyse, die vor allem die Soft Skills, also die persönlichen und sozialen Kompetenzen erfasst.

Zusammen mit weiteren Talent-, Interessens- und Fähigkeitstests bietet diese Analyse für die Schüler eine wichtige Grundlage zur Orientierung für den späteren Beruf oder zumindest für das anstehende Praktikum in Klasse 8 und 9. Auch die 9. Klassen hatten neben fächerspezifischen Intensivtrainings Unterstützung von außen: Mit den Partnern und Referenten der lpb (Landeszentrale für politische Bildung) erarbeiteten sie im „Wie-wollen-wir-leben“-Projekt Werte und Normen, die zum Miteinander in unserer Gesellschaft wichtig sind und reflektierten eigene Einstellungen und Überzeugungen innerhalb der Klasse.

Bei dem Ausflug aller Neuntklässler in die Eishalle konnten einige dann ihre Premiere auf Schlittschuhen feiern. Die Zehntklässler absolvierten mit der EuroKom, der Kommunikationsprüfung in Englisch, das erste Modul der Realschulabschlussprüfung, die sie bis Ende des Schuljahres komplett erwerben wollen. Neben den Prüfungstagen stand für den Rest der Woche ein Intensivtraining in Mathematik an – dem Fach, bei dem sich immer noch einige schwer tun. „Wir haben in der Woche viel geübt und viel verstanden. Gut war, dass wir nicht auf die 45 Minuten Zeit achten mussten, so hatten wir weniger Zeitdruck, wir hatten einfach nur Mathe, da konnte man sich einfacher reindenken“, kommentierten Schüler, die man intensiv arbeitend im Schulhaus antreffen konnte.

Alles in allem gab es viel Lob für die Woche: Die Schüler freute, dass der Unterricht nicht zerstückelt war und vor allem auch praktisch und mit dem ein oder anderen Ausflug und Lerngang ausgerichtet war, das Kollegium war glücklich über die Zeit und die Freiheit, projektorientiert arbeiten zu können. Auch Schulleiter Jürgen Wolf zeigte sich zufrieden: „Das war diese Woche ein anderes Unterrichten. Das werden wir wiederholen.“ rp