Hubäckerschule

Die Turnhalle der Hubäckerschule Hockenheim wird zur Welt der „Zauberflöte“

Die Tournee-Oper gastiert mit „Papageno“ in der Turnhalle, bringt jungen Menschen Mozarts Werk altersgerecht näher und lässt einige Schüler sogar mitwirken.

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sh
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Christian Wester (l.) und Helena Margareta Maier sind mit der Tournee-Oper und Mozarts „Zauberflöte“ an der Hubäckerschule zu Gast. Die Schüler sind begeistert. © Lenhardt

Hockenheim. Der Besuch der Tournee-Oper wurde von den Schülern der Hockenheimer Hubäckerschule schon seit Wochen freudig erwartet. Zuvor erhielten die Lehrer Unterrichtsmaterial, um die Kinder auf das Geschehen auf der Bühne vorzubereiten. Das gemeinsames Lied „Glockenspiel und Zauberflöte“, das Titellied der Oper, konnten alle Klassen auf diese Weise bereits im Vorfeld einstudieren. Die Viertklässler erarbeiteten darüber hinaus die Entstehungsgeschichte und Handlung der Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Am Tag der Aufführung verwandelte sich die Turnhalle der Hubäckerschule fast in ein richtiges Opernhaus. Aufregung machte sich vor Beginn unter den Kindern breit, die als mitwirkende Papageni auf die Bühne durften. Auch die Zuschauer plapperten lebhaft durcheinander, bis schließlich Vogelfänger Papageno (Bariton), der im Folgenden die Geschichte erzählte, und seine Frau Papagena (Sopran) die farbenfrohe und schön gestaltete Bühne betraten. Sie entführten die Schüler in zwei Aufführungen in die kindgerecht inszenierte Opernwelt.

Zunächst wurden die Hauptfiguren vorgestellt. Hier schlüpften die beiden Darsteller im blitzschnellen Wechsel in die Rolle der Königin der Nacht, des bösen Fürsten Sarastro, in die Rolle des Wächters Monostatos oder des Prinzen Tamino. Hierbei überzeugten sie das junge Publikum nicht nur durch ihre schillernden und glänzenden Kostüme, sondern begeisterten auch durch ihre stimmliche Leistung.

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Viktoria Linzer
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Im weiteren Verlauf verfolgten die Kinder gespannt die Abenteuer des Prinzen Tamino und des Vogelfängers Papageno, die viele aufregende Prüfungen bestehen mussten, bis sie am Ende schließlich ihre Pamina und Papagena glücklich in die Arme schließen konnten. Immer wieder lockerte Papageno durch witzige Späße die Handlung auf und erntete dafür freudiges Gelächter unter den Schülern. Tamino und Papageno wurden bei ihren Abenteuern nicht nur durch wundersame Kräfte von „Glockenspiel und Zauberflöte“, sondern auch durch das Mitsingen der Kinder tatkräftig unterstützt.

Am Ende der liebevoll arrangierten Aufführung folgte ein kräftiger Applaus des Publikums. Die beiden Darsteller Christian Wester und Helena Margareta Maier verteilten im Anschluss Autogramme und beantworteten noch geduldig die vielen Fragen der jungen Zuschauer. Zum Beispiel wollte jemand wissen, woher die tollen Kleider stammen, und ein Kind fragte: „War es schon immer Ihr Traum, Schauspielerin zu werden?“ Ganz besonders staunten die jungen Hockenheimer, als sie auf Nachfrage erfuhren, dass wirklich alles, was sie gehört hatten, von beiden Darstellern alleine und vor allem auch live gesungen worden war.

„Das war echt cool und lustig heute“, hörte man beim Verlassen der Turnhalle und das Publikum war sich sicherlich einig, dass Oper viel mehr Spaß machen kann, als man denkt. Genau das ist das Ziel der Tournee-Oper.