Kinderautor - Warum wir das Wünschen nicht vergessen sollen Die Wimperngeschichte

Von 
Sophia Anna Frank
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Es waren einmal eine dicke große Frau und ein dicker großer Mann, sie nannten sich die Wimpernfrau und der Wimpernmann. Sie hießen so, weil sie erfunden hatten, dass die Kinder sich von Wimpern, die herausfallen, etwas wünschen können.

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Daher hatten sie auch eine Wimpernwerkstatt mit großen Maschinen gebaut, mit denen man die Wünsche der Kinder erfüllen kann. Da die Welt so groß war, brauchten sie viele Helferinnen und Helfer. Sie mussten nämlich fast die ganze Welt übernehmen. Warum nur fast, darauf kommen wir später.

Zur Autorin: Sophia Anna Frank



Sophia Anna Frank ist acht Jahre alt und schreibt sehr gerne Geschichten, berichten ihre Großeltern Ursula und Herbert Frank aus Hockenheim.

Die Schülerin erfreut ihre Familie immer wieder mit neuen fantasievollen Erzählungen. „Die Wimperngeschichte“ ist die erste, die in der Zeitung veröffentlicht wird.

Sophia hat sogar schon für ihre Schwester ein ganzes Buch geschrieben, erzählen die Großeltern der Redaktion.

Habt auch ihr eine schöne Geschichte? Schickt sie an sz-redaktion@schwetzinger-zeitung.de, Betreff: Kinderautoren.

Die Helferinnen und Helfer nannten sie Brillenträger. Denn sie trugen Brillen, die es ihnen ermöglichten, die Wünsche von den Wimpern abzulesen. Diese waren nämlich auf die Wimpern geschrieben in winziger Schrift.

Eines Tages, als die Brillenträger sich wieder an die Arbeit machten, bemerkten vier Brillenträgerinnen, dass die Maschinen nicht mehr laufen. Dies berichteten sie sofort der Wimpernfrau und dem Wimpernmann.

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„Glaubt ihr, die Maschinen sind von alleine kaputt gegangen oder hat sie jemand kaputtgemacht?“, fragte die Wimpernfrau. „Ich bin mir sicher, sie sind kaputtgemacht worden, Sabotage!“, sagte eine Brillenträgerin. „Wir haben nämlich alles geprüft.“ Da sagte der Wimpernmann: „Dann habe ich schon jemanden in Verdacht, es war bestimmt Tom.“

Tom war früher auch ein Brillenträger gewesen. Aber irgendwann hatte er keine Lust mehr und hatte seine eigene Wimpernwerkstatt aufgemacht. Deshalb versorgten die Wimpernfrau und der Wimpernmann auch nicht die ganze Welt. Den Rest übernahm Tom, aber er wollte die ganze Welt übernehmen. Tom war böse und gemein und wollte alles alleine machen.

War es Tom?

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Sofort machten sich die Wimpernfrau und der Wimpernmann auf den Weg zu Tom. Sie wollten ihn zur Rede stellen. Aber Tom leugnete alles, „ich war das nicht, ich schwöre“, sagte er. Enttäuscht gingen die beiden wieder nach Hause.

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„Wenn er nicht freiwillig einlenkt“, sagte der Wimpernmann, „müssen wir ihn hier herzaubern“. Die beiden hatten nämlich Zauberkräfte. Und so geschah es, die Wimpernfrau zauberte Tom in die Wimpernwerkstatt. Tom war sauer, „ich war das nicht“, beharrte er weiter. „Wer denn sonst?“, fragte der Wimpernmann. „Ich war es“, sprach es plötzlich von hinten. Ein Brillenträger stand vor ihnen. „Aber warum?“, fragte die Wimpernfrau.

„Ich habe es satt, ihr macht nichts und wir haben so viel Arbeit“, sagte der Brillenträger.

Die Wimpernfrau und der Wimpernmann schämten sich und entschuldigten sich bei dem Brillenträger und auch bei Tom.

Alle vertrugen sich wieder. Die Wimpernwerkstätten wurden zusammengelegt und alle arbeiteten mit, auch Tom, die Wimpernfrau und der Wimpernmann und gemeinsam konnten sie alle Kinderwünsche erfüllen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Daher vergesst nie, euch was zu wünschen, wenn ihr eine Wimper von euch findet.