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Odenwaldklub

Eichendorff-Plakette für Hockenheimer Odenwaldklub

Die Eichendorff-Plakette schmückt das 100-Jährige des Hockenheimer Vereins zusätzlich – Wandern, Kultur und Naturschutz stehen hier im Verbund mit gepflegter Geselligkeit.

Von 
Henrik Feth
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Der Vorsitzende des Odenwaldklubs Deutschland Helmut Seitel (v. l.), Laudator und Vizepräsident des Landtages Daniel Born, Christa Greif und Oberbürgermeister Marcus Zeitler präsentieren die soeben vergebene Eichendorff-Plakette. © Feth

Hockenheim. Joseph von Eichendorff war einer der bekanntesten Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik und gilt dank seiner etlichen Gedichte, Romane oder Theaterstücke als ein Sinnbild der Heimatverbundenheit. Nicht verwunderlich also, dass der damalige Bundespräsident Karl Carstens den Lyriker 1983 als Namenspatron der von ihm gestifteten Echendorff-Plakette auswählte. Diese wird an Wander- und Gebirgsvereine, die sich in besonderer Weise um die Pflege und Förderung des Wanderns, des Heimatgedankens und des Umweltbewusstseins verdient gemacht haben, verliehen. Und diese besondere Ehre wurde nun der Hockenheimer Ortsgruppe des Odenwaldklubs zuteil. An dessen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen bekam der Klub die hohe Auszeichnung verliehen.

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Doch diese Ehre, deren Bedeutung nochmals durch den Laudator und Vizepräsidenten des Landtags Baden-Württemberg, Daniel Born, hervorgehoben wurde, war nur ein Highlight an diesem Sonntag. Denn ein Jahrhundert Odenwaldklub musste natürlich auch standesgemäß gefeiert werden. Organisatorin und Vorsitzende der Vereins, Christa Greif, hatte sich mit ihrem Team ein besonderes Programm für diesen Ehrentag einfallen lassen.

Bevor ab 11 Uhr die Türen der Waldfesthalle am Alten Fahrerlager geöffnet wurden, versammelten sich insgesamt neun befreundete Ortsgruppen des Odenwaldklubs zum Bezirkswandertag an eben jenem Ort, um sich auf eine Stadtführung durch Hockenheim zu begeben.

Per Shuttle wurden die Teilnehmer abgeholt und zur evangelischen Kirche transferiert, wo sie mit Brigitte Weißbrodt eine direkte Ansprechpartnerin vom hiesigen Ortsklub zur Seite gestellt bekamen. Die Ortsführung übernahm mit Hans Rieder ein absoluter Kenner der Region. Nach zahlreichen interessanten Fakten über die Rennstadt und ihre Sehenswürdigkeiten ging es für die Gruppe vom Wasserturm in Richtung Motodrom.

Odenwaldklub Hockenheim: Stadtführung begeistert

Dort wurden die Wanderfreunde von Prof. Werner Weißbrodt in Empfang genommen und erhielten eingehende Einblicke in die Rennstrecke. Da auf dem Hockenheimring auch immer etwas los ist, erfreuten sich die Ortsgruppen zusätzlich an den fahrenden Rennwagen.

„Mit großer Begeisterung haben unsere Gäste die Stadtführung genossen“, so Christa Greif. Nach dieser nahm der Jubiläumstag seinen weiteren Verlauf am Waldfestplatz im Alten Fahrerlager. Dort wurde zunächst standesgemäß zum Mittagessen aufgetischt. Die Bewirtung übernahm der AGV Belcanto und bewies damit die Solidarität zwischen den Hockenheimer Vereinen.

Gestärkt durch Bratwurst, Steak oder Maultaschen wurde dann das Programm des Festakts ab 14 Uhr, pünktlich zur Kaffee- und Kuchenzeit, eröffnet. Christa Greif begrüßte die inzwischen zahlreich gekommenen Gäste mit großer Freude und gab einen Einblick in die Geschichte der Hockenheimer Ortsgruppe. Den Grußworten schloss sich danach Oberbürgermeister Marcus Zeitler an, bevor Helmut Seitel als Vorsitzender des gesamten Odenwaldklubs zu Wort kam.

„Man fühlt sich hier direkt wohl, das soziale Miteinander, das wir hier gemeinsam erleben, hat die Hockenheimer Ortsgruppe in nun 100 Jahren stets aufrechterhalten. Und auch nach dieser langen Zeit steht die Geselligkeit und das Zusammensein im Fokus des Vereins. Dieser verbindet das Wandern, die Kultur und den Naturschutz.“, so Seitel. Doch das Vereinsleben im Odenwaldklub sei noch viel mehr als wandern. Gemeinsame Organisation und die Einbindung neuer Ideen seien ebenfalls wichtige Punkte des Vereins.

Odenwaldklub Hockenheim: Auch junge Leute angesprochen

Damit sprach er die vielseitigen Aktivitäten der Ortsgruppe an, die inzwischen auch Radfahren und Gesundheitswandern beinhalten. Und durch Wander-Apps geht der Verein auch mit der Zeit, spricht zunehmend junge Leute an. „Wir sind ein alter, aber auch moderner Verein und gut aufgestellt. Stillstand bedeutet Rückschritt. Ein herzliches ,Frisch Auf’“, schloss Seitel.

Stellvertretend für die Ortsgruppen lobte dann auch Werner Braun das Engagement und die gelungene Veranstaltung der Hockenheimer, bevor das Highlight des Tages an der Reihe war.

Daniel Born, Vizepräsident des Landtags, verlieh der Hockenheimer Ortsgruppe die Eichendorff-Plakette. Dank des 100-jährigen Bestehens und des Engagements in dieser Zeit wurde der Ortsgruppe diese besondere Ehre zuteil. Born wies auf die Bedeutung der Arbeit des Odenwaldklubs hin: „Es ist ein großartiger Tag. 100 Jahre, in denen es Ehrenamtlichen gelang, Traditionen und den Heimatgedanken aufrechtzuerhalten. Dank des Klubs sind Heimat, Kultur und das Naturbewusstsein erlebbar. Diese Auszeichnung überreiche ich sehr, sehr gerne“.

Die sichtlich berührte Christa Greif nahm die Plakette im Namen der Ortsgruppe stolz entgegen und schritt anschließend zur traditionellen Wimpelübergabe an die anwesenden Ortsgruppe über. Mit der Wahl des Wasserturmmotivs verdeutlicht die Ortsgruppe nochmals die Verbundenheit zur Rennstadt.

Zum Ausklang des Ehrentages ließ es sich Werner Braun nicht nehmen und verwandelte das Fest in einen Singnachmittag, bei dem die Gäste alle gemeinsam bekannte Wanderlieder zum Besten gaben. Mit dem „Badner Lied“ samt selbstgedichteter Hockenheimer Strophe endete das Fest mit begeisterten Gästen.

Für den Herbst plant der Odenwaldklub noch eine Baumpflanzaktion, um das Jubiläumsjahr gebühren abzuschließen. Mit Unterstützung der Stadtgärtnerei und Matthias Degen soll ein Lindenbaum gepflanzt werden.

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