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Klimainitiative - Onlinedialog über Heizquellen der Zukunft

Für einfache Lösung ist das Thema Wärme zu komplex

Von 
zg
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Die Klimainitiative Hockenheim hat sich beim ersten Klimadialog im neuen Jahr online mit dem Thema Wärme aus erneuerbaren Energien befasst. Der Vorsitzende des Vereins Solardrom Michael Schöllkopf begann mit einer kurzen Einführung zum Thema und übergab an die beiden Vertreterinnen der Stadtverwaltung, Klimamanagerin Frederike Reitze und Stefanie Simonis vom Bauamt. Sie erläuterten den aktuellen Sachstand zur kommunalen Wärmeplanung, erklärten kurz, was dahintersteckt und welche Aufgaben noch auf die Stadt zukommen.

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Zum Thema „Welche Wärmequellen machen in Hockenheim Sinn?“ brachten die Teilnehmer einige Schwerpunkte ins Gespräch, die diskutiert und abgewogen wurden. Martin Trinler berichtete von seinen Erfahrungen mit einer Solarthermie-Anlage auf seinem Haus, ein klassischer Altbau, der im Laufe der Jahre modernisiert wurde. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es bei Neubauten absolut Sinn mache, auf fossile Brennstoffe zu verzichten und komplett erneuerbar zu heizen.

Bei Altbauten oft teuer

Beim überwiegenden Teil der Altbauten ist das Ganze nicht so leicht umsetzbar oder mit einem verhältnismäßig hohen finanziellen Aufwand verbunden. Viele Leute könnten sich das aber einfach nicht leisten, trotz üppiger Förderungen – ein grundlegendes Dilemma, aus dem schwer auszubrechen sei.

Neben Themen wie Nahwärme- und Kältenetze oder Wärme aus Abwasser wurde auch über Geothermie und Wärmepumpen gesprochen. Uwe Heidenreich ergänzte hier mit seinem Wissen über die Möglichkeit der Nutzung der oberflächennahen Wärme und sprach sich für die Nutzung von sogenannten Quartierslösungen aus, die deutlich einfacher umzusetzen und zu planen sind.

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Gas als „Brücke“ – Mogelpackung?

Auch das Thema Gas als sogenannte Brückentechnologie wurde kritisch diskutiert, gerade weil Gas alles andere als klimafreundlich sei und gerne auch als politisches Druckmittel verwendet werde, was dann erheblichen Einfluss auf die Energiepreise mit sich bringt. Adolf Härdle verwies bei diesem Thema auf die aktuelle Problematik der Gaspreise, die sich enorm auf das Geschäft und die Preise der Stadtwerke Hockenheim auswirkt. Dem Thema konnte sich auch Michael Nowag von der befreundeten Initiative „Ökostromer Dossenheim“ anschließen, die ähnliche Themen schon diskutiert hatte.

Zu einer grundlegenden Lösung der Eingangsfrage kamen die Teilnehmer des Klimadialogs nicht abschließend, dazu ist das Thema zu komplex. Es habe sich aber gezeigt, dass noch erheblicher Informationsbedarf besteht und dass es anderer Lösungen als der derzeit am Markt üblichen Angebote bedarf.

Als weiterer Knackpunkt stellt sich auch die Problematik realer Entscheidungsprozesse heraus: Wie schafft man als Entscheidungsträger den Spagat zwischen notwendigen und zeitnahen Klimaschutzmaßnahmen und leeren Haushaltskassen? Wie dieses generationsübergreifende und existenzielle Problem angegangen wird, solle konstruktiv diskutiert werden. zg

Info: Weitere Infos und Kontakt unter www.hockenheim-klimaneutral.de oder Newsletter im Abo von www.solardrom.info

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