Landesgartenschaupark - Karl Götzmann ärgert sich über uneinsichtige Besucher / Geschäftsführer des Fördervereins verweist auf Nutzungsregeln Grenzen klar gesetzt – und regelmäßig ignoriert

Von 
Andreas Wühler
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Hockenheim. Der Mensch und sein Hund – eine Beziehung, die von Zeitgenossen, für die der Vierbeiner ihr bester Freund ist, zum Idyll verklärt wird, von anderen eher mit einem gewissen Maß an Belustigung zur Kenntnis genommen wird. Die jedoch stets dann zum Ärgernis wird, wenn der Hundebesitzer der Meinung ist, sich kraft seines Status über sämtliche Regeln hinwegsetzen zu dürfen. Als ob mit der Hundesteuer schon jeglicher Gesetzesverstoß im Vorhinein abgegolten wäre.

Die Parkordnung informiert an den Ein-gängen über die Regeln. © Wühler
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Ein Lied hiervon singen kann Karl Götzmann, der Geschäftsführer des „Fördervereins Gartenschaupark“. Wird doch die Parkanlage in immer stärkerem Maß als Hundewiese missverstanden. Nein, betont Karl Götzmann im Gespräch mit unserer Zeitung, Park und Hund gehe gar nicht, weshalb von Anfang an für den Landesgartenschaupark von allen Beteiligten ein klares Hundeverbot ausgesprochen worden sei.

Hund und Park seien zwei unvereinbare Gegensätze, stellt Götzmann fest und kennt nur zwei Ausnahmen: Vom Eingang in der Nähe des Kinderspielplatzes darf der Weg in Richtung Überführungsbrücke wie auch der Weg von der Kraichbachbrücke zur Spindelbrücke genutzt werden, ebenso parallel zur Eisenbahnstraße in jenem Bereich, wo diese keinen Gehweg hat. Ansonsten ist der Park für Hunde tabu. Wovon an allen Eingängen zum Park Schilder künden, die kaum zu übersehen sind.

Für diese restriktive Handhabe gibt es mehrere Gründe. Beispielsweise die Kinderspielplätze oder der Parkkindergarten, in deren Bereich Hunde schon aus hygienischen Gründen nichts verloren haben. Und auch die anderen Parkbesucher, Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen, Geh- und Sehbehinderte, sollen den Park ungestört genießen dürfen.

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Dieses Verbot gilt uneingeschränkt, auch wenn es immer öfter missachtet wird. Wobei den Geschäftsführer besonders ärgert, dass die Vierbeiner zum Teil auch unangeleint mit in den Park genommen werden. Von den Tüten, die eigentlich als Entsorgungsstation für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner mitzuführen seien, ganz zu schweigen.

Selbst Handgreiflichkeiten

Was Götzmann so richtig in Rage bringt, ist die Uneinsichtigkeit der Hundebesitzer. „Ich zahle ja Hundesteuer“, ist dabei noch eine der höflichsten Erwiderungen, die sich Götzmann anhören muss. Beleidigungen, Pöbeleien, ja selbst Handgreiflichkeiten mussten sich die Ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins schon gefallen lassen, weisen sie auf das bestehende Hundeverbot hin.

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Und, fügt er hinzu, es seien überwiegend Ehrenamtliche, die den Park in seiner Pracht erhalten und für die es überhaupt nicht lustig sei, wenn sie bei ihren pflegerischen Maßnahmen immer wieder mit den Hinterlassenschaften der Vierbeiner konfrontiert werden. Noch schlimmer stelle sich die Situation bei den beiden großen Extensivflächen dar, die maximal zwei-, dreimal im Jahr gemäht würden: Eigentlich wolle ein Landwirt das Schnittgut mit seinen vielen Kräutern als Futter für seine Pferde verwenden, doch sei es im wahrsten Sinne des Wortes ungenießbar.

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Für die vielen Familien, die mit ihren Kindern auf den Rasenflächen spielen, sei es gleichfalls nicht schön, sich in den Ausscheidungen der Vierbeiner wälzen zu müssen. Kurzum, Götzmann weist ausdrücklich auf das bestehende Hundeverbot für den Gartenschaupark hin, für das es gute Gründe, aber keine Ausnahmen gebe.

Redaktion Zuständig für die Verwaltungsgemeinschaf