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 Franz Anton Bankuti über das Leibgericht der Hockenheimer Hohelied aufs edle Kraut

Von 
Franz Anton Bankuti
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Gute Vorsätze? Nein danke, wir sind ja schon drin im Jahr 2021 und jeder macht sich ganz individuell seine Gedanken. Wird ja dann auch vielfältig, weil eh jeder anders ist. Und das ist ja auch sehr gut so. Wären alle wirklich ganz gleich, na ja, ganz ehrlich, dann würde ja einer genügen – aber da haben wir jetzt ganz andere Sorgen. Immerhin, die Festtagsrunden haben wir hinter uns, sogar die Heiligen Drei Könige.

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Vielleicht fragt mancher: Was haben uns die Heiligen Drei Könige eigentlich gebracht? Nun ja, auf dieser Rheinseite immerhin einen Feiertag. Da ist also eher wieder Alltag angesagt. Und mancher freut sich auf kulinarischer Seite bestimmt wieder auf deftige Hausmannskost. Und in Hockenheim denkt man da natürlich ganz schnell an das Sauerkraut.

Um das Sauerkraut ging es übrigens in diesen Tagen bei einer kulinarischen Umfrage im Auftrag der deutschen Presseagentur. Und das Sauerkraut schneidet sehr gut ab, nur jeder fünfte Deutsche mag kein Sauerkraut. Etwas beliebter ist nur das Rotkraut, der Rosenkohl landet erst auf „hinteren Plätzen.“ Interessant ist übrigens, dass das Sauerkraut bei Frauen und Männern über 55 Jahren wesentlich beliebter ist als in wesentlich jüngeren Altersgruppen.

„Das kann noch kommen“ werden überzeugte Sauerkrautgenießer sagen und vielleicht auch recht haben. Als Hockenheimer muss man es ja wissen, nicht umsonst werden die Hockenheimer ja mit ihrem Uznamen als „Sauerkraut“ bezeichnet. Ob man wohl früher hier so viel Kraut gegessen hat? Amerikanische und englische Soldaten nannten ja alle Deutschen ganz einfach „Krauts“, ein Ausdruck, der ab und zu heute noch zu hören ist. „Hoggemer Sauerkraut“ also als Teil von „German Krauts“?

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Etwas „typisch Deutsches“ hat ja das Sauerkraut wohl, denn schon Ludwig Uhland schrieb in seinem „Metzelsuppenlied“: „Auch unser edles Sauerkraut, wir wollen‘s nicht vergessen. Ein Deutscher hat‘s zuerst gebaut, drum ist‘s ein deutsches Essen.“ Und sogar in „Deutschland – ein Wintermärchen“ lesen wir bei Heinrich Heine: „Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut, holdselig sind deine Gerüche.“

Also liegen wir mit unserer Hoggemer Spezialität doch ganz bestimmt nicht falsch! Und was gibt es heute zum Mittagessen oder morgen oder spätestens übermorgen? – Na dann, Guten Appetit!