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Obdachlosenunterkunft Hofweg

Jahrelange Forderung endlich erfüllt

SPD sieht Abriss als Resultat langer Bemühungen, nicht als Einlösung von OB-Wahlkampfversprechen

Von 
zg/mano
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Haben mit Genugtuung den Abriss der Containeranlage im Hofweg besucht: Richard Zwick (v. l.), Jakob Breunig, Reinhold Diehm, Ingrid Trümbach-Zofka, Marlene Diehm und Marina Nottbohm sind froh, dass ihr Anliegen in die Tat umgesetzt wird. © SPD

Der Weg zu einer menschenwürdigen Unterkunft für Obdachlose habe leider einem Marathon geglichen, dabei hätte sich die SPD in Hockenheim vor vielen Jahren eine Kurzstrecke als schnelle Alternative zum – auch damals schon Schandfleck genannten – Hofweg gewünscht. Dass dieses Thema sicher nicht die Einlösung eines Wahlkampfversprechens war, zeige die Historie, teilt die SPD-Fraktion in einer Pressemeldung mit.

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Bereits im Jahr 2004 beim Amtsantritt von Oberbürgermeister a.D. Dieter Gummer sei die heruntergekommene Einrichtung am Hofweg ein Thema gewesen. Besonders die SPD, damals noch unter dem Fraktionsvorsitz von Willi Keller, habe über Jahre hinweg einen Neubau und Schließung des Hofwegs gefordert. Auch die damalige SPD-Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein sei in die Diskussion eingebunden gewesen.

Aber trotz der immer wieder vorgestellten Lösungen der Verwaltung und verschiedener Anträge der SPD scheiterten diese Versuche letztlich immer im Zusammenhang mit den Standortalternativen.

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Im Jahr 2012 habe der Gemeinderat mit 19 zu zwei Stimmen beschlossen, ein neues Obdachlosenheim am Mörscher Weg zu errichten. „Doch auch dieser Standort ging im Juni 2014 im Kleinklein um Gewerbegebiet oder Mischgebiet, Wegeführungen und Nachbarschaftsfragen unter“, blicken die Sozialdemokraten zurück.

Diverse Ortsbegehungen hätten nicht den entsprechenden Druck auf verschiedene Beteiligte erzeugen oder Einsicht fördern können. Nicht die angebliche „Abgeschiedenheit“ war der Grund für die Ablehnung des Heimes am Mörscher Weg, sondern im Hintergrund stehende Individualinteressen, sagt die SPD.

Die Entwicklung bis heute sei dem steten Bohren und schließlich der Einsicht der meisten Beteiligten zu verdanken. Dass nach der Flüchtlingswelle 2015 und der folgenden Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz auch die Betreuung Wohnsitzloser und der Bewohner am Hofweg bearbeitet wurde, ermöglichte letztendlich auch die heutige Lösung im Quartier des DRK an der Rettungswache. Dort sollen die Bewohner nun als Übergang in ein geregeltes Leben gefördert werden. Jedoch zeige die aktuelle Vollbelegung, dass der Wohnungsmarkt die finanziell Schwächeren vergisst.

Die SPD freue sich über den modellhaften Weg mit dem DRK und sei stolz, dass sie immer wieder gebohrt und gegen Individualinteressen als Fürsprecher für menschenwürdiges Wohnen gewirkt hat. Zum hoffentlich letzten Mal schaut die SPD-Fraktion zusammen mit dem Vorsitzenden des Ortsvereins Jakob Breunig und Altstadtrat Reinhold Diehm auf den Schandfleck und hoffe für die Zukunft auf viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter für menschenwürdiges Wohnen und bezahlbaren Wohnraum im Gemeinderat. zg/mano

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