Das Weihnachtshaus - Bürger danken dem Ehepaar Horn / Besucher aus der Region reisen für Fotos extra nach Hockenheim Kinder merken, wenn was fehlt

Von 
Sandra Kettenmann
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Dominique und Dorothea Horn freuen sich über viele Zuschriften und Dankeskarten aus der Bevölkerung. Viele Karten sind selbst gebastelt und manchmal ist auch etwas Süßes in ihrem Briefkasten. © Kettenmann

Hockenheim. Dominique und Dorothea Horn schmücken seit 2008 das inzwischen stadtbekannte Weihnachtshaus in Hockenheim. Dankeskarten und kleinere Geschenke landen in der Vorweihnachtszeit, aber auch noch lange danach, bei den beiden im Briefkasten. Auf der Straße werden sie von Kindern und Erwachsenen angesprochen.

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„Ein Kind hat mich mal gefragt, ob ich der Weihnachtsmann bin“, lacht Dominique Horn. Der gebürtige Franzose aus der Normandie hat diesen Brauch mit nach Hockenheim gebracht. Seine Frau hat früher schon zum Fest geschmückt, aber erst der Kontakt nach Frankreich füllte die Dekorationskisten immer mehr und es kommen jährlich neue Figuren und Lichterketten hinzu.

Eisbären bleiben im Keller

Alleine im Keller lagern auf gut 25 Quadratmetern Weihnachtsbeleuchtung, Rentiere, Eisbären und Co. „Es findet leider nicht alles seinen Platz“, erzählt Dorothea Horn im Gespräch, „aber den Kindern fällt sofort auf, wenn etwas neu ist oder wenn eine Figur fehlt.“ Zu diesem Weihnachtsfest fanden die Eisbären und der Schlitten keinen Platz auf dem Grundstück und prompt wurden Horns von Kindern darauf angesprochen. „Ein Busfahrer hat neulich auf der Brücke angehalten. Da sind dann sämtliche Fahrgäste ausgestiegen und haben unser Haus fotografiert“, erinnert sie sich mit großer Freude.

Auch Besucher aus dem Umkreis kommen angereist, um das Haus zu sehen. „Eine ältere Dame, sie dürfte so um die 80 Jahre alt sein, lässt sich seit drei Jahren von ihrem Sohn von Eppelheim extra nach Hockenheim fahren, um sich unser Haus anzusehen.“ Dominique und Dorothea Horn wurden auch schon darauf angesprochen, ob sie Geld von der Stadt bekommen würden. Das verneinen beide. Sie erhalten keine Zuschüsse, aber das empfinden sie auch nicht als wichtig. Denn sie machen sich die Arbeit, weil es ihnen Freude bereitet.

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Zum Schmücken selbst benötigen beide gut eine Woche, der Abbau zieht sich dann teilweise bis März hin. Alleine für die 40-Meter-Girlande am Tannenbaum hat sich das Ehepaar eine eigene Technik mit Ringen und Bambusstab einfallen lassen. „Das hat alles sein System“, lachen beide und freuen sich über die selbst gebastelten Weihnachtskarten und die Dankesbriefe auf ihrem Küchentisch. Noch bis Mitte Januar wird das Weihnachtshaus am Damm 8 leuchten, danach beginnen beide langsam mit dem Abbau und Dominique Horn verrät noch: „Ich habe erst gestern eine neue Dekoration für dieses Jahr entdeckt.“

Was zum nächsten Weihnachtsfest hinzukommt und welche Figur auf dem Dach oder im Garten ihren Platz finden wird, ist aber noch nicht sicher.