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Südstadtkindergarten

Kleiner Daumen, große Wirkung - Fingerpuppe sensibilisiert Kinder für Umweltschutz

Gehäkelte Fingerpuppe „Klimakönig“ sensibilisiert für Umweltschutz

Von 
zg
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Kreative Plakate: Auf die Idee eines der Kinder hin haben die Erzieherinnen Hinweise mit kurzen Reimen an den Zaun des Südstadtkindergartens gehängt. © Stadt

Hockenheim. Der Klimakönig lebt alleine in einem riesigen Schloss voller Spielsachen, mit viel mehr Essen, als er jemals vertilgen könnte, viel mehr Räumen als er jemals bewohnen könnte und mit einem riesigen Müllberg im Garten. Doch eines Tages meldet sich sein Daumenfreund und mit ihm findet er heraus, dass es sich viel schöner und besser lebt, wenn man Müll richtig aufräumt und seine Spielsachen teilt.

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Der Klimakönig und sein Daumenfreund sind eine gehäkelte Figur, die Erzieherin Iris Schlampp regelmäßig zu ihren Stuhlkreisen in der Pinguingruppe im Südstadtkindergarten mitbringt. „Wir erzählen mit dieser Handpuppe Geschichten, um das Thema Müll und Umwelt zusammen mit den Kindern zu erarbeiten“, erzählt sie.

Zur Person: Sabine Geiger

  • Sabine Geiger ist1957 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Dort lebte sie bis zum sechsten Lebensjahr, als die Familie nach Ketsch umzog.
  • In Ketsch wuchs sie auf , ging dort zur Schule, danach auf die Wirtschaftsschule in Schwetzingen, die sie mit der Mittlerer Reife abschloss.
  • Nach einem Praktikum in der GRN-Klinik in Schwetzingen im Jahr 1974 machte sie von 1975 bis 1978 eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester.
  • Von 1978 bis 1990arbeitete Geiger im Lanz-Krankenhaus auf der Chirurgischen Station.
  • Ab 1999 war sie in derambulanten Pflege in Neulußheim tätig, 2011 bis 2022 in derKirchlichen Sozialstation Hockenheim. 2015 absolvierte Geiger eine Fortbildung zur Praxisanleiterin, seit dieser Zeit hat sie die praktische Azubiausbildung übernommen.

Der Nachhaltigkeitsgedanke spielt im Südstadtkindergarten eine große Rolle. Neben einem eigenen Kompost, regelmäßigen Infos über Ernährung und einem gesunden Speiseplan kam vor einigen Jahren das Projekt „Kleiner Daumen, großer Wirkung“ des Kreises ins Portfolio des Kindergartens mit dazu. Dabei haben viele Einrichtungen im Kreis teilgenommen – zur Abschlussfeier dieses Projektes wurde ein Apfelbaum gepflanzt. Das Projekt war auch ein Auslöser für weitere Ideen rund um das Thema Müll und Nachhaltigkeit. Sämtliches Toiletten- und Handtuchpapier besteht aus recyceltem Material, auch die zuvor batteriebetriebenen Spender wurden durch manuell bedienbare ausgetauscht, um den Batterienver-brauch einzudämmen. Ein moderner Wasserspender mit Filter trägt dazu bei. „Wir versuchen bei allen Punkten, die wir beeinflussen können, so nachhaltig wie möglich zu agieren“, erzählt Christa Altenburger, die Leiterin der Einrichtung.

Bereits seit 2015 sind die Gruppen des Hockenheimer Kindergartens regelmäßig beim Dreck-Weg-Tag mit dabei und sammeln fleißig illegal entsorgten und weggeworfenen Müll, der im Kindergarten verwertet wird. Die Verpackungen unzähliger Corona-Tests wurden beispielsweise für die Osterkörbchen verwendet, auch alte Tetrapaks dienten dem gleichen Zweck – viele Dinge, die sonst als Müll angesehen werden, werden im Kindergarten kreativ eingebaut. Wer den Kindergarten besucht, entdeckt auch am Zaun verschiedene Plakate mit Reimen, die Fußgänger darauf hinweisen, ihren Müll in die dafür vorgesehenen Tonnen zu werfen – eine Idee eines der Kindergartenkinder. 

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