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Louise-Otto-Peters-Schule - Plusenergieschule in der Trägerschaft des Rhein-Neckar-Kreises erhält von Bundesministerium Zertifikat für nachhaltiges Bauen

Komplexe Technik zur Energieeinsparung prämiert

Von 
zg
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© Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat kürzlich die Louise Otto-Peters-Schule (LOP) Hockenheim mit dem Zertifikat Nachhaltiges Bauen ausgezeichnet. Das teilte der Rhein-Neckar-Kreis jetzt mit. Eine Jury habe demnach die ökologische und ökonomische, technische, sozialkulturelle und funktionale Qualität, die Prozessqualität sowie die Standortmerkmale des Projekts bewertet. Die LOP erzielte dabei die Gesamtnote 1,82.

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Die von der Roth.Architekten.GmbH in Schwetzingen entworfene berufliche Schule in der Trägerschaft des Rhein-Neckar-Kreises ist ein für 280 Schüler konzipierter Neubau, der 2019 fertiggestellt worden ist. Eingebettet in einen größeren Schulcampus bietet die LOP unterschiedlichen Schularten Raum – von der Berufsvorbereitung über das berufliche Gymnasiums bis hin zur Berufsausbildung.

„Unser Ziel war es, einen nachhaltigen und umweltfreundlichen Gebäudekomplex zu planen und umzusetzen“, beschreibt der Leiter des Eigenbetriebs Bau, Vermögen und Informationstechnik, Jürgen Obländer, den Plan des Schulträgers Rhein-Neckar-Kreis und sagt weiter: „Im Rahmen des Demonstrationsvorhabens des Bundes zum Effizienzhaus-Plus im Bildungsbau haben wir die Schule als Plusenergiegebäude realisiert. Nun freuen wir uns, dass sich unsere Mühe und Anstrengung gelohnt hat und wir für diesen innovativen Neubau eine Auszeichnung erhalten haben.“

Die Gebäudehülle der LOP wurde im Passivhausstandard ausgeführt. Neben dem hohen Wärmeschutz sorgt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für die notwendige Senkung der Heizlast. Ausgeführt als Zweikanalsystem regeln raumseitige Thermostate und Volumenstromklappen in der Abluft den Wärmeeintrag im Rahmen des hygienisch notwendigen Luftwechsels.

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Wärmepumpe und Eisspeicher

Die Warmwasserbereitung erfolgt aus hygienischen und ökonomischen Gründen dezentral und elektrisch. Auf dem Flachdach der zweigeschossigen Schule ist eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 191,4 Kilowatt Spitzenleistung installiert. Die Bereitung der Heizwärme erfolgt über einen Eisspeicher mit Wärmepumpe und Solarkollektoren, mit denen der Speicher im Sommer regeneriert wird.

Der Z-förmige Baukörper der LOP ist übersichtlich strukturiert. Von einem zentralen Aufenthalts- und Erschließungsbereich mit einer zuschaltbaren Aula werden zwei Gebäudeflügel erschlossen. Das Erdgeschoss beinhaltet den gesamten Verwaltungsbereich und alle berufsbezogenen Fachräume, das Obergeschoss die allgemeinen Unterrichts-, Aufenthalts- und Arbeitsräume. Die Technik- und Lagerräume sind im Keller untergebracht.

Die Außenanlagen sind durch alte Baumbestände geprägt. Eine Sitztreppenanlage mit Terrassenbereich ist direkt über das zentrale Raumelement erreichbar und lädt zum Verweilen und Unterrichten im Freien ein. Dieses Gesamtkonzept überzeugte schließlich die Jury des Bundesministeriums. zg

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