Verein Solardrom - Über Anlagen mit Stromspeicher informiert / Schwankungen im Netz können so ausgeglichen werden / Land bietet Fördermöglichkeiten an Kostenlose Kraft der Sonne dank Puffer rund um die Uhr nutzen

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zg
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Hockenheim. Bei der Earth Hour, der Stunde der Erde, war es wieder einmal so weit: Nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt wurden um 20.30 Uhr für eine Stunde die Lichter ausgeschaltet. Hintergrund dieser Aktion war die bereits zum 15. Mal durchgeführte größte weltweite Klima- und Umweltschutzaktion.

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In einer Pressemitteilung begrüßt der Hockenheimer Verein Solardrom ausdrücklich dieses Engagement. Bei der ersten Veranstaltung dieser Art vor 15 Jahren habe es Befürchtungen gegeben, dass solche Aktionen zu deutlichen Schwankungen im Stromnetz bis hin zum Komplettausfall führen könnten. „Diese Worst-Case-Szenarien sind einmal mehr nicht eingetreten. Die Sicherheitsmechanismen funktionieren“, so Michael Schöllkopf, der Soladrom-Vorsitzender und Sprecher der lokalen Agenda-21-Gruppe Erneuerbare Energien ist.

Gerne nutzt Schöllkopf die Gelegenheit, auf die stabilisierende Wirkung von Stromspeichern für Photovoltaik (PV)-Anlagen hinzuweisen: Selbst wenn die Sonne mal nicht scheint, können private Haushalte auf den gespeicherten Strom zurückgreifen und belasten das öffentliche Stromnetz somit nicht.

„Bereits seit Mitte März beziehen wir unsere Energie tagsüber ausschließlich aus Sonnenenergie und nachts übernimmt unser Fünf-Kilowatt-Stromspeicher die Versorgung“, so berichtet Schöllkopf aus eigener Erfahrung. Insofern seien Stromspeicher ein wichtiges Element bei der Energiewende: neben dem persönlichen Vorteil, auch nachts die gespeicherte Sonnenenergie einsetzen zu können, übernehme er eine wichtige Rolle beim Stabilisieren des Stromnetzes.

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Regulierendes Eingreifen

Aus Sicht des Vereins wird diese Thematik auch für Hockenheim immer wichtiger, denn je mehr PV-Anlagen ans Netz gingen, umso mehr müssten die Stadtwerke regulierend eingreifen, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Von daher der Tipp des Fachmanns: „Sollten Sie über eine PV-Anlage nachdenken, dann prüfen Sie auch die Anschaffung eines Stromspeichers“. Zudem unterstütze das Land Baden-Württemberg über eine entsprechende Förderung eine solche Anschaffung.

Als einen möglichen Stromspeicher sieht Schöllkopf auch das Elektroauto: Denn über eine Wallbox könne das Auto den tagsüber gespeicherten Solarstrom speichern und nachts wieder abgeben. Was für den einen oder anderen noch wie Zukunftsmusik klingen mag, sei technisch bereits machbar. Jedoch sei das Ganze mit der deutschen Regulierungswut und Bürokratie nicht vereinbar.

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Aber Schöllkopf ist sich sicher: „Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, muss die Politik handeln.“ Der Abbau von Hemmnissen, Behinderungen und bürokratischen Hürden sei zwingend notwendig. Solarenergie sei ein elementarer Baustein für die Energiewende, ein Wirtschaftsfaktor und eine nachhaltige Zukunftstechnologie. „Und das Beste daran: Der Rohstoff Sonne ist kostenlos“, so Schöllkopf abschließend. zg

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Info: Weitere Informationen und Beratung bietet der Verein kostenlos unter www.solardrom.info an.