Landtagswahl - CDU-Kandidat Andreas Sturm und Generalsekretär Manuel Hagel zum Austausch in Seewaldsiedlung / Betrieben Zeit geben zur Erfüllung von Umweltzielen Landwirte begrüßen Sturm und Hagel

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zg
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Fordern Respekt für die Leistung der Landwirte: Tobias Schmitt (v. l.), Johannes Härdle, Andreas Sturm, Andreas Schmitt, Manuel Hagel, Stefan Dehoust, Jochen Kief und Steffen Großhans beim Treffen. © Busse

„Uns brennt der Kittel“, war der unmissverständliche Einstiegssatz von Johannes Härdle, der auf die prekäre Situation der Landwirte verwies. Der Preisdruck auf die Landwirtschaft sei enorm, während eine Last an Auflagen den Betrieb immer schwieriger mache. „Als produzierendes Gewerbe sind wir das schwächste Glied in der Kette“, ergänzte Jochen Kief bei einem Besuch von CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm und Generalsekretär Manuel Hagel.

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Johannes Härdle hob die beiden Grundmissverständnisse hervor: Zum einen gibt es einen Mindestlohn für Erntehelfer – ohne einen Mindestpreis. Zum anderen gehe mehr Tierwohl auch nicht ohne einen entsprechenden Mindestpreis. Der Preis sei der entscheidende Hebel, doch während sich der Einzelhandel in einer Preisschlacht befinde, nehme der Druck auf die Landwirte zunehmend zu, heißt es in einer Pressemitteilung von Sturm.

Andreas und Tobias Schmitt scheint es, dass Landwirte für viele Probleme in der Gesellschaft den Kopf hinhalten müssen. Ständig kämen neue Vorwürfe wie Umweltverschmutzung oder zu viel Wasserverbrauch, die aber nicht der Realität entsprächen. Für CDU-Landtagskandidat Sturm zeigen die Zahlen klar, dass die Landwirtschaft in den vergangenen 20 Jahren schon viel nachhaltiger geworden sei, beispielsweise haben sich die Stickstoffemissionen halbiert und die Bewässerung der Ackerflächen mache insgesamt nur 1,2 Prozent des Gesamtwasserverbrauchs in Deutschland aus.

Steffen Großhans kritisierte, dass ständig neue Verordnungen und Auflagen auf die Landwirte zukommen und es kaum Planungssicherheit gebe. Dabei dächten Landwirte in Generationen, da sie den Hof und den Grund in gutem Zustand vererben möchten. Stefan Dehoust machte deutlich, dass es bei weiteren Beschränkungen für die Landwirte viele Kollegen gebe, die den eigenen Hof schließen müssten.

Qualitätssiegel für Regionales

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Sturm und Generalsekretär Hagel, der selbst aus einer landwirtschaftlich geprägten Familie kommt, schlugen einen „Gesellschaftsvertrag Landwirtschaft“ vor, bei dem es klare Ziele gebe, die die Landwirte erfüllen müssen, ihnen aber Zeit gibt, um in einem zehnjährigen Moratorium an diesen Zielen zu arbeiten. Ein Qualitätssiegel für regional produzierte Lebensmittel sei ebenso eine Idee, über die man diskutieren müsse.

Die Landwirte sehen selbst die Notwendigkeit, immer Verbesserungen an bestehenden Prozessen durchzuführen, es könne nur nicht sein, dass jährlich neue Verordnungen kommen, die nicht umsetzbar seien. Johannes Härdle sieht die Bedrohung für kleinere Höfe durch den Druck der großen Einzelhandelsketten auch für Familienbäckereien und Familienmetzgereien, die gelte es zu schützen.

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CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm versprach, sich für die Belange der Landwirte einzusetzen, die vor Ort für regionale Nahrungsmittel sorgen und darüber hinaus einen wertvollen Beitrag für die Landschaftspflege leisten. zg