Grüne - Dr. Anton Hofreiter mit Vortrag im "Rondeau" / Auch Grünen-Landtagsmitglied Raufelder zu Gast "Mit Bahn-Spitze Gespräche führen"

Lesedauer: 

"Grundsätzlich treten die Grünen für mehr Verkehr auf die Schiene ein", stellte Dr. Anton Hofreiter bei seinem Vortrag zum Thema "Bahn und Lärmschutz" am Freitagabend im Großen Saal des "Rondeau" fest. Guten Zuspruch fand auch die Ausstellung "30 Jahre Bahnlärm - und kein Ende?!" im Foyer. Am Nachmittag war Hofreiter zum Vor-Ort-Termin an den Bahnhof gekommen (wir berichteten).

AdUnit urban-intext1

Für Hockenheim komme es im aktuell anlaufenden Planfeststellungsverfahren darauf an, dass möglichst viele Bürger sich durch Einwände gegen die Planungen der DB Netz AG aussprechen. Im Zusammenhang mit der Transversale Rotterdam - Genua sei mit einem zunehmenden Güterverkehr auf der stark belasteten Rheintalbahn, gerade auch in Hockenheim, zu rechnen. Im Extremfall könne damit gerechnet werden, dass alle zwei Minuten ein Güterzug am Wohngebiet Hockenheims vorbeifahre und damit die Lärmimmissionen sich zukünftig noch erhöhten.

Recht auf Einwendung

Alexander Geiger, Bundestagskandidat der Grünen im hiesigen Wahlkreis, berichtete von den Schwierigkeiten im direkten Kontakt mit der DB aussagekräftige Informationen zu erhalten über die Prognosezahlen des Güterverkehr 2015 und 2025. Diese seien für Unternehmen käuflich erwerbbar, stünden aber nicht der Öffentlichkeit oder Abgeordneten zur Verfügung.

Hofreiter versprach, mit den Verantwortlichen der Bahn-Spitze Gespräche zu führen. Auch werde er in Abstimmung mit der Stadt Hockenheim eine Abgeordneten-Anfrage zu dem Hockenheimer Fall verfassen, die in einer bestimmten Zeit von der Bundesregierung zu beantworten sei. Wolfgang Raufelder, Verkehrsexperte der Grünen-Landtagsfraktion, versprach, dass er das Thema Lärmschutz in Hockenheim auf die Tagesordnung der zuständigen Gremien in der Metropolregion setzt. Raufelder ermutigte die Teilnehmer, von ihrem Recht auf Einwendung im Rahmen der Offenlage des Planfeststellungsverfahrens Gebrauch zu machen.

AdUnit urban-intext2

Michael Behr, Stadtrat der Grünen, befürwortete den Vorschlag, flächendeckend ein Info-Flugblatt kombiniert mit einem Einwandformular - das Einverständnis der anderen Fraktionen vorausgesetzt - zu verbreiten. Lothar Gotthardt erklärte sich bereit, als Ansprechpartner für eine mögliche Bürgerinitiative zur Verfügung zu stehen. ah