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Fanfarenzug

Mit Fantasy-Klängen Zuhörer begeistert

Open-Air-Konzert von Projektorchester in Unteröwisheim weckt Erinnerungen an April-Auftritt

Von 
zg/mom
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Auf vielfachen Wunsch seitens der begeisterten Zuschauer des Konzerts im April ist jetzt eine Open-Air-Variante des Konzertprogramms des Projektorchesters aus dem Musikverein Unteröwisheim, dem Blasorchester des Hockenheimer Fanfarenzugs und dem Jugendorchester der Stadtkapelle Walldorf im Schulhof der Eisenhutschule in Unteröwisheim zur Aufführung gekommen, schreibt der Fanfarenzug in einer Pressemitteilung.

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Trotz sehr hoher Temperaturen fanden sich über 200 Zuschauer ein, um den Klängen des 61-köpfigen Orchesters zu lauschen. Dieses war personell zwar durch aktuell typische Krankheiten und die Heirat einer Walldorfer Musikerin geschwächt – doch der Leistung tat dies keinen Abbruch.

Holt sich Sonderapplaus: Solist Guido Frey beim Konzert. © Czekalla

Das Programm vom April wurde ob der sommerlichen Atmosphäre leicht gekürzt und so gab es zum Auftakt mit „Morgenstimmung“ und „In der Halle des Bergkönigs“ nur zwei Sätze aus der Peer Gynt Suite Nr.1 zu hören. Der harmonische und leichte Klang der Querflöten bereitete die aufmerksamen Zuhörer auf die kurzweilige, von Kontrasten geprägte Zusammenstellung der Musikstücke vor, deren Kraft und Finesse schon in Griegs 4. Satz zu spüren war.

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Von
zg/sj
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Humorvoll führte Dirigent Benjamin Wolf durch das Programm, immer darauf bedacht, das Thema „Fantasy“ und die Variation „Sommer“ im Auge zu behalten, wofür er manchen Lacher erntete.

Nach dem klassischen Intro erklang fulminant Freddie Mercurys „Bohemian Rhapsody“, womit der Funke auch auf den letzten Konzertbesucher übersprang. Als Highlight des Sommerabends kann man sicherlich „MacArthur Park“ bezeichnen, das nach diesem Konzert nicht mehr nur das Lieblingslied des Dirigenten sein dürfte. Guido Fey brillierte am Flügelhorn mit seinen feinen und ausdrucksstarken Variationen des Themas und erntete dafür Sonderapplaus.

Dirigent wechsel Outfit

Zum Stil des gemütlichen Sommerevents passte die kurze Pause, in der Publikum und Musizierende in den Austausch traten, denn für beide Seiten war ein solches Konzert ein Novum in Unteröwisheim. Und trotz schweißtreibender Temperaturen vollzog der engagierte Dirigent und Arrangeur Benjamin Wolf in der zweiten Hälfte des Konzertes mehrere Kostümwechsel, was auflockerte und die überaus dynamische Musik von „Game of Thrones“ und „Der Herr der Ringe“ noch authentischer werden ließ, als dies Pauken, Trompeten und Klarinetten taten.

Nach einem 13-minütigem Querschnitt aus „Star Wars“, bei dem das Thema „Prinzessin Leia“ liebevoll und weich von Moritz Mildenberger am Euphonium vorgetragen wurde, und inklusive einer „Cantina Band“, die dem Original in nichts nachstand, gab es Standing Ovations und den Wunsch nach Zugaben, die unter anderem mit „Galop infernal“ aus „Orpheus in der Unterwelt“ erfüllt wurden und zum fröhlichen Mitklatschen animierten.

Nach etwas über zwei Stunden wurde eine restlos begeisterte Zuhörerschaft in die endlich kühlere Abendluft entlassen, während die Vereine die Gelegenheit nutzten, auf die produzierte CD des Aprilkonzerts hinzuweisen. Das Blasorchester des Fanfarenzugs hat zuletzt in Wiesenbach gespielt und ein Kirchenkonzert im Dezember ist bereits in Planung. zg/mom

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