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Skiclub - Radlergruppe legt an sechs Tagen 420 Kilometer zurück / 3800 Höhenmeter

Oberfranken in allen Gangarten

Von 
wk
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Hockenheim. Es war eine der anspruchsvollsten Radtouren, die der Wanderwart des Skiclubs Walter Köhler in den letzten 35 Jahren geplant und durchgeführt hatte. „Oberfränkische Radrunde“ hieß die Zauberformel für bedeutende Städte, abwechslungsreiche Landschaften, topographische Herausforderungen und Wetterbedingungen in vielen Varianten.

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Im Regnitz-Tal startete die zehnköpfige Radlergruppe bei Sonnenschein und idealen Temperaturen, teils am Main-Donau-Kanal und teils an der Regnitz entlang zur Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Bamberg. Es wurde das Regnitztal verlassen und bis Coburg, mit seiner monumentalen Veste, stellten sich die ersten kleineren Anstiege zum Aufwärmen ein. Eine Übernachtung auf der Festung Rosenberg in Kronach bot den Radlern ein mittelalterliches Lebensgefühl, aber auch herrliche Ausblicke über die Stadt und Landschaft.

Die Radlergruppe des Skiclubs macht bei ihrer Frankenrundfahrt vor der Festung Rosenberg in Kronach Station. © Köhler

Nach Kronach ging es in den Frankenwald hoch. Viele zum Teil lange und heftige Anstiege mit bis zu 15 Prozent Steigung mussten „erklommen“ werden und das alles mit Gepäck und ohne E-Unterstützung. Die Hoffnung, dass die Radwege auf einer gleichbleibenden Höhe blieben, wurde nicht erfüllt. Über die Städte Bad Steben, Hof, Selb und Marktredwitz, immer auf einer wechselnden Höhe zwischen 450 und 600 Meter, steuerten die Radler auf das Fichtelgebirge zu.

Dusche und Essen wirken Wunder

Ausgerechnet beim längsten Anstieg hoch zum Fichtelsee auf etwa 800 Meter Höhe setzte heftiger Regen ein. Die aufgeweichten Radwege erhöhten noch den Rollwiderstand und jeder war froh, als der höchste Punkt erreicht war und es wieder abwärts rollte. Unter der Regenkleidung war man nass vom Schwitzen, und außen nass vom Regen und dann noch kühle Temperaturen. Zum Glück hörte der Regen nach dem Fichtelgebirge auf und die Gruppe konnte trocken, aber vom Schlamm total verdreckt, in die Festspielstadt Bayreuth radeln. Erstaunlich, wie eine heiße Dusche und gutes Essen nach solch einem Tag die Stimmung heben. Durch die enormen Belastungen der Räder zeigten sich erste technische Probleme und drei Radler fuhren am letzten Tag von Bayreuth mit dem Zug ans Ziel.

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Nach sechs Tagen, 420 Gesamtkilometern, Tagesetappen mit bis zu 75 Kilometern und 3800 Höhenmetern kamen alle unfallfrei am Ziel an und waren auf ihre Leistung stolz. Sie hatten eine Radtour mit vielen Abwechslungen, nachhaltigen Eindrücken und einem tollen Zusammengehörigkeitsgefühl erlebt. wk

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