Verein für Heimatgeschichte

Puppenhaus als Zeitmaschine

Handarbeiten von Kurt Stohner im Tabakmuseum

Von 
Andreas Wühler
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Detailgetreu sind die Häuser gestaltet, jedes Stück ist von Kurt Stohner mit der Hand angefertigt. Das Gebäude rechts steht im Original in Eppingen. © Lenhardt

Jedes Jahr zum Hockenheimer Advent ist der Verein für Heimatgeschichte mit einer Ausstellung präsent. In diesem Jahr widmet er die Schau im Tabakmuseum in der Zehntscheune einem Multitalent der Rennstadt, Kurt Stohner.

Den früheren Hausmeister der Pestalozzischule, der bereits seinen 90. Geburtstag feierte, kennen in der Rennstadt viele Menschen. Als Sänger bei der Marinekameradschaft, bei der Liedertafel oder im katholischen Kirchenchor ist er vielen in Erinnerung, beim VfL schnürte er lange Jahre die Fußballstiefel und mit seiner Band sorgte er 38 Jahre lang als Schlagzeuger für Unterhaltung. An der Pestalozzischule war er „Mädchen für alles“, schuf die Kulissen für Theateraufführungen oder Einschulungsfeiern.

Der Liebe zum Werkeln ist er treu geblieben, er schuf Puppenhäuser und Kaufläden, die er an die Kindergärten verschenkte, Spielsachen aus Holz, die teilweise in der Zehntscheune zu sehen sind, und die voluminösen Puppenhäuser, die nun im Tabakmuseum stehen. Wobei es eher naturgetreue Nachbildungen der Lebenswelt der Ahnen sind, vom Kachelofen über die Eckbank bis hin zum Bad und der „Guten Stub“ ist alles detailgetreu dargestellt. Selbst Strom und Wasserleitungen hat Stohner verlegt.

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Die Häuser sind so aufgestellt, dass sich auch von außerhalb, von der Bachseite her, gesehen werden können. Wer sie näher betrachten will, der hat dazu bis Dreikönig zu den üblichen Öffnungszeiten des Tabakmuseums – dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr und jeden zweiten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr, die Gelegenheit. Das Spielzeug ist in den Fenstern zu sehen. aw

Redaktion Zuständig für die Verwaltungsgemeinschaf