Bilanz - „Bürgerinitiative Pro Stadtwald C4“ blickt auf ein ungewöhnliches, aber ereignisreiches Jahr zurück / Putz- und Pflanzaktion im September unter Corona-Auflagen Sie kämpfen weiter – für jeden Baum

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zg
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Vor dem Corona-Lockdown im März 2020 wurden im Stadtwald Setzlinge gepflanzt – wenn Corona dies zulässt, soll dies auch 2021 wieder passieren. © Garcia Laule/BI

Für die „Bürgerinitiative Pro Stadtwald C4“ war es – wie für alle Menschen – durch die Corona-Pandemie ein besonderes Jahr. Im Januar führte die BI eine Mahnwache bei der Einweihung des Hochwasserschutz- und Ökologieprojekts (HÖP) durch und hatte die Möglichkeit sich mit der Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder auszutauschen. Im Februar traf sich die BI mit Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen). Im März fand Corona-bedingt der einzige Stammtisch in 2020 statt, es wurden erfolgreich Baumpaten und Sponsoren für die Pflanzaktion gewonnen und mit vielen Unterstützern 427 Setzlinge gepflanzt. Kurz danach kam der erste Corona-Lockdown und alle öffentlichen Aktivitäten mussten gestoppt werden. Mit Hilfe der Stadtverwaltung wurden die Setzlinge in der Trockenperiode im April bewässert. Dies ermöglichte es, die Schäden bei den Neupflanzen relativ gering zu halten.

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Im August bekam die BI die Information vom Regierungspräsidium, dass die Planung des Neubaus der Rastanlage wegen Corona stillsteht. Es wurde keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt und vor der Übergabe des Projektes an die Autobahn GmbH am 1. Januar 2021 war nicht geplant weitere Aktivitäten durchzuführen. Dies bedeutet, dass die Planung mindestens ein Jahr in Verzug ist. Darüber ist die BI nicht traurig, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Seit September unterstützt die BI die „Bürgerinitiative Waldwende jetzt!“, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Waldgebiete zwischen Basel und Frankfurt zu erhalten und ökologisch aufzuwerten. Im September wurde die Verbesserung der Corona-Lage genutzt, um eine Waldbegehung und eine Putz- und Pflanzaktion durchzuführen. Dies erfolgte aufgrund der Corona-Verordnung nur mit 19 Teilnehmern. Einige Setzlinge sind inzwischen über einen Meter hoch. Sie wurden vom Gras befreit und mit Totholz zur Wasserspeicherung umringt. Neophyten wurden entfernt und Eicheln eingesät.

Im Oktober traf sich die BI mit den Landtagskandidaten Andre Baumann (Bündnis 90/Die Grünen) und Andreas Sturm (CDU). Beide sagten der BI ihre Unterstützung zu. Die für November geplante größere Pflanzaktion musste wegen des zweiten Corona-Lockdowns verschoben werden.

Kontakt im zweiten Quartal suchen

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2021 sollen nun mit den gesammelten Spenden endlich weitere Setzlinge im Stadtwald C4 gepflanzt werden, sobald Corona dies zulässt und die Pflanzperiode stimmt. Ob dies bis Ende März durchgeführt werden kann, steht in den Sternen. Von April bis Oktober können keine Setzlinge gepflanzt werden.

Die BI plant voraussichtlich im zweiten Quartal Kontakt mit der neu gegründeten Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH aufzunehmen, um sich vorzustellen und Informationen zum Planungsstand des Rastanlagen-Neubaus zu erhalten. Es ist unklar, ob die Niederlassung in Stuttgart die Planung des Regierungspräsidiums fortführen wird oder die Planung ändern wird, heißt es vonseiten der BI. Im Frühherbst soll wieder das inzwischen schon zur Tradition gewordene Einsäen von Kastanien und Eicheln erfolgen. Dies sind nur einige der von der BI geplanten Aktivitäten für das laufende Jahr.

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Die BI weist darauf hin, dass sie weiterhin auf das Engagement aller Unterstützer angewiesen ist, auch wenn wegen Corona Aktivitäten nicht oder nur im kleinen Rahmen durchgeführt werden können. Dieses Jahr heißt es weiter: „Keine Lkw im Stadtwald! Jeder Baum zählt!“ zg